Internationale Chemieolympiade

Internationale Chemieolympiade 2022 (IChO) – Helmholtz mit dabei!

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir auch in diesem Jahr zwei Schülerinnen in unseren Reihen haben, die an der Internationalen Chemieolympiade 2022 mit großem Erfolg teilgenommen haben.

Rayan Diran und Peining Zhang aus der Kursstufe 2 haben mit großer Selbstständigkeit die anspruchsvollen Aufgaben erfolgreich bearbeitet. Peining Zhang hat sich für die zweite Runde dieses Wettbewerbs qualifizieren können. In der zweiten Runde mussten keine Aufgaben bearbeitet werden, hier wartete eine Klausur auf Peining, die sie inzwischen geschrieben hat. Das Ergebnis steht noch aus. Wir hoffen natürlich, dass Peining sich für die 3. Runde hat qualifizieren können. Unabhängig davon möchten wir aber beiden Schülerinnen nochmal ganz herzlich gratulieren zu diesem tollen Erfolg, den sie sich durch ihr großes außerunterrichtliches Engagement verdient haben.

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch zukünftig Schüler:innen unseres Helmholtz-Gymnasiums sich dafür entscheiden, an diesem anspruchsvollen, aber auch sehr interessanten Wettbewerb teilzunehmen. Für Fragen rund um die Internationale Chemieolympiade stehen Herr Gröner und Herr Unger gerne zur Verfügung.

Rainer Gröner & Kai-Arwed Unger

(IChO-Betreuer des Helmholtz-Gymnasiums)

Schulnetzwerk Excellence-Camp

MINT-EC-Camp „Energie und Mobilität – Gegenwart und Zukunft“
29.09. – 02.10.2021 in Karlsruhe


Ich hatte dieses Jahr Ende September das Glück am MINT-EC-Camp „Energie und Mobilität – Gegenwart und Zukunft“ teilnehmen zu dürfen. Innerhalb der vier Tage habe ich viele neue Erkenntnisse erlangt und der Camp war ein sehr schönes, lustiges und bereicherndes Erlebnis.

Da das Camp, welches vom MINT-EC-Koordinator unseres Helmholtz-Gymnasiums in Kooperation mit dem KIT organisiert wurde, direkt hier in Karlsruhe stattfand, musste ich nicht so einen weiten Weg auf mich nehmen, wie manch andere teilnehmenden Schüler:innen, die aus Bremen, Bonn oder Münster anreisten.

Also, nun zur eigentlichen Geschichte: um Punkt 15 Uhr am Mittwoch, dem 29.09., stand ich vor der Jugendherberge erschöpft und zunächst noch motivationslos. Nachdem alle gut angekommen waren, lernten wir Tina Vogt (unsere Begleiterin) und Gregor Ulbricht (MINT-EC-Alumni) kennen, die uns mit dem Ablauf in den kommenden Tagen bekannt machten. Später am Nachmittag begaben wir uns auf eine Karlsruhe- Stadtführung, wo auch ich meine Stadt nochmals neu kennenlernen konnte. Der Mittwoch war quasi unser „Kennenlernen-Tag“.

Am Donnerstag begaben wir uns auf eine Erkundungstour auf dem Gelände des KIT Campus Nord, welches ehemals als Kernkraftwerk fungierte. Nun dient es vor allem als Forschungszentrum. Der erste Vortrag mit dem Thema „Wasserstoff als Energieträger“ wurde von Herrn Dr. Andreas Friedrich vom Institut für thermische Energietechnik und Sicherheit gehalten. Dort erhielt ich für mich vollkommen neue Einblicke in das Themengebiet Wasserstoff als Treibstoff. So dachte ich früher immer, Elektroautos wären bereits die „grünsten“ Autos, die heutzutage existieren. Dies ist aber nicht der Fall! Wusstet ihr schon, dass mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebene Autos einen viel höheren Wirkungsgrad haben als solche, die mit batteriegestützten Elektromotoren oder mit fossilen Treibstoffen (Verbrennungsmotoren) betrieben werden? Und das ist nur einer von vielen erheblichen Vorteilen!
Anschließend besichtigten wir das Wasserstoff-Versuchszentrum auf dem Gelände, in dem verschiedene Experimente rund um die Wasserstoffverbrennung durchgeführt werden, um deren Verbrennungsverhalten bei verschiedenen Parametern zu bestimmen.
Nach der Besichtigung wurden wir mit dem Bus wieder zum Begegnungszentrum gefahren, um uns den nächsten Vortrag anzuhören. Dieser beschäftigt sich mit dem Thema Bioliq®. Bei Bioliq® handelt es sich um ein sehr erfolgreiches Projekt des KIT, wo Biomasse, wie z.B. Stroh oder andere landwirtschaftliche Abfälle, zu Rohöl und anschließend Benzin verarbeitet werden. Frau Christina Cecarelli, die Ansprechpartnerin von bioliq® gab uns eine äußerst spannende Führung auf der Pilotanlage.
An den nächsten beiden Tagen lernten wir gemeinsam eine andere Art von regenerativer Energiequelle kennen, welche nicht die Sonne als Ursprung hat: die Geothermie. Neben einer umfangreichen theoretischen Einführung zur Technologie der Geothermie, durften wir an der Fakultät für Geologie verschiedene Modellversuche zu Bohrungen, wie sie bspw. auch beim Fracking eingesetzt werden, durchführen. Der Aufbau zum Modellversuch war erschreckend einfach, nicht unappetitlich und dennoch sehr aufschlussreich: Man nahm sich einen Becher Götterspeise und ein Strohhalm gefüllt mit Vanillesoße. Danach bohrt man mit dem Strohhalm ein Loch in die Götterspeise und pustet vorsichtig, sodass sich die Vanillesoße wie eine Platte ausbreitete. Dieser Modellversuch simuliert letztendlich das Hineinpressen von Flüssigkeiten in tiefer liegende Gesteinsschichten, um dieses aufzubrechen.
Am Freitag wurde unsere Expedition zu einem Geothermie-Kraftwerk vom Betreiber desselben leider abgesagt. Allerdings konnten wir bei einem anderen Ausflug in Baden Baden von einem Brunnen zum anderen Brunnen springen und Wasserproben sammeln (Achtung, heiß!), die wir später wieder in Karlsruhe analysiert haben. Die erhöhte Temperatur dieser Heilwasserproben ist ja letztendlich eine Ursache geothermischer Phänomene im Erdinneren. Beendet wurde unser Camp mit einem außergewöhnlichen Abenteuer für die Zunge: Die Wasserverkostung anschließende Präsentation der erlernten Sachverhalte. Am Samstag wurden von verschiedenen Schüler:innengruppen die wesentlichen Inhalte und Ausflugsziele nochmal zusammenfassend präsentiert und ein Feedback zum Camp gegeben.

Insgesamt habe ich das Camp als sehr interessant wahrgenommen und mich darüber gefreut, an diesem teilgenommen zu haben.

Peining Zhang, K2

Peining Zhang mit Modellversuch zum Fracking
Produkte des Bioliq-Verfahrens
Modellversuch zum Fracking

20 Jahre MINT-EC

MINT-EC ist das nationale Excellence-Schulnetzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgeberverbänden gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING., sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände bayme vbm und vbw. 

MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schüler*innen sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Schulnetzwerk mit derzeit 325 Schulen mit rund 344.000 Schüler*innen sowie 28.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK).

Hauptförderer

Mathe im Advent

Gewinner bei Mathe im Advent

Viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule beteiligten sich an “Mathe im Advent” und lösten vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag eine mathematische Knobelaufgabe. Besonders eifrig und erfolgreich waren dabei unsere neuen Fünftklässler. Alle, die 24 Punkte erreicht und ihre Urkunde bei ihrem Mathematiklehrer abgegeben haben, bekamen von unserer Schulleiterin Frau Lumpp einen kleinen Preis überreicht.

Dies waren u.a.: Jan-Simon Bernhardt, Daniel Lopez, Luis Lopez, Philipp Ton (Klasse 5a), Lennard Leschinger, Naemi Maier, Jon Peitz, Kalle Wiezorke, Clemens Ritter, Marlon Baier,  Maya Herden, Sara Landes, Emil Chang, Linus Neumann, Pia Frank (Klasse 5b), Finn Götz, Leo Becker, Natalie Manherz, Antonio Craff Castillo, Laurenz Straub (Klasse 5c), Benedikt Greiner (Klasse 5e), Sara Stefanovic, Soriana Afonina (Klasse 6a), Felix Tian,  Alexander Denecke, Theodor Steffek (Klasse 6b), Sarah Wioska (Klasse 7a), Ariane Neumann (Klasse 8b) und Benno Wiezorke (Klasse 9b).

Wir gratulieren allen ganz herzlich zu dieser tollen Leistung!

Pressemitteilung MINTec: Energie und Mobilität – Gegenwart und Zukunft

MINT-EC-Camp Energie und Mobilität vom 21. bis zum 24. November in Karlsruhe

Berlin/Karlsruhe, 21.11.2018. Mit der engen Verzahnung der Themen Energie und Mobilität sowie der perspektivischen Nutzung regenerativer Energiequellen und moderner Antriebs- und Mobilitätskonzepte beschäftigen sich in den kommenden Tagen in Karlsruhe 20 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC. Organisiert wurde das viertägige Forschungscamp von den Karlsruher MINT-EC-Schulen Helmholtz-Gymnasium und Gymnasium Neureut, die nun bereits das vierte Karlsruher MINT-EC-Camp durchführen.

Zur vollständigen Pressemitteilung: [download id=”3058″ template=”Pressemitteilung MINTec 11_2018″]

MINT-EC-Camp Rohstoff- und Entsorgungstechnik

Ein Artikel von Sarah Moritz

Dieses Jahr habe ich an dem MINT-EC-Camp „Rohstoff- und Entsorgungstechnik“ in Aachen teilgenommen, um zum einen außerschulische Erfahrungen im Bereich der MINT-Fächer zu sammeln und zum anderen in den Ablauf eines MINT-EC-Camps zu schnuppern.

Vier Tage lang habe ich mich im Rahmen dessen an der RWTH Aachen, der größten Universität für technische Studiengänge in Deutschland bewegt und viele Erfahrungen gesammelt. Von morgens bis abends erwartete uns, 20 Schüler aus ganz Deutschland, ein ausgewähltes Programm mit sowohl theoretischen als auch praktischen Anteilen vor allem zum Thema Rohstoffe.

Die theoretischen Teile bestanden aus sowohl interessanten als auch langweiligen Vorlesungen, die einen sehr guten Einblick in das allgemeine Unileben boten und neues Wissen vermittelten. Auch bekamen wir viele Informationen über Studiengänge und das Studentenleben im Generellen.

Einen viel größeren Anteil am Camp hatten jedoch die praktischen Exkursionen und Themen. So besuchten wir zuerst einen Tagebau und direkt anschließend ein Kohlekraftwerk. In beiden Fällen bekamen wir exklusive Führungen und direkte Einblicke in Ablauf und Funktionsweise, was ich ziemlich gut fand, da mir die Möglichkeit geboten wurde, Dinge zu sehen, zu denen man sonst kaum eine Möglichkeit bekommt. Das erschien mir viel sinnvoller und lebensnaher als die vier Tage Schulstoff, die ich aufgrund des MINT-Camps verpasste.

Andere praktische Erfahrungen, die wir machten beliefen sich auf Führungen durch Forschungsräume und direktes Ausprobieren dieser. So durften wir zum Beispiel Glas gießen und – was viel besser war – Gold waschen.

Etwas, was mir an dem MINT-Camp außerhalb des Inhalts noch besonders gut gefiel, war die Gruppendynamik zwischen uns Teilnehmern, die sich entwickelte. Dadurch, dass wir wie bei Klassenfahrten alle zusammen in einer Herberge schliefen und außerdem jeden Abend Essen in schönen Restaurants spendiert bekamen, lernten wir uns sehr schnell und gut kennen.

Auch wenn das Themengebiet nicht meine direkten Interessengebiete widerspiegelte, hat mir das Camp insgesamt doch sehr gut gefallen, da ich in meinen Augen viel Sinnvolles und interessantes gelernt habe. Der insgesamte Einblick in das Studentenleben führte mir ein wenig vor Augen, wie es für mich wahrscheinlich nach der Schule weitergeht und hat mir daher einiges gebracht.

Ich kann jedem nur empfehlen an einem MINT-Camp seines Interessengebiets teilzunehmen – es lohnt sich.

MINT-EC-Akademie – DNA Analyse an der Jakobs-University in Bremen

Ein Artikel von Maja Wendelin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Mint-EC Camps, an denen wir hier am Helmholtz-Gymnasium als Schüler teilnehmen können, hatte ich dieses Jahr die Chance vom 28.5.-01.06.18 nach Bremen zu fahren. Dort hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit 19 anderen Schülern aus ganz Deutschland 5 Tage lang in einem Labor zu arbeiten, mich mit DNA-Analysen vertraut zu machen und aktiv handelnd auseinanderzusetzen.

Nachdem meine Bewerbung für das Camp im Frühjahr angenommen worden war, buchte ich meine Zugtickets nach Bremen und fuhr also los. Die Übernachtung und Verpflegung – die kostenlos sind – war bei diesem speziellen Camp sogar besonders toll: Wir übernachteten in einem Segelschulschiff direkt auf der Weser und Verpflegung bekamen wir in der Kantine der Jakobs-University, deren Labor wir nutzten. Die Jakobs-University ist eine private Universität, in der auf Englisch unterrichtet wird, und die Ausstattung der Labore dort ist wirklich einzigartig. Im Rahmen des Camps (welches aber natürlich auf Deutsch war) durften wir in den Sicherheitsstufe 1 Laboren der Universität arbeiten, unter ganz den Bedingungen wie es auch die Studenten und eben echte Forscher tun. Eingeführt wurde man in alles, die richtige Benutzung der Pipetten und der Zentrifugen, wie man die Schutzkleidung anzuziehen hat und natürlich auch die Theorie. Jeden Morgen gab es eine kleine Einheit an Theorie, die man auch in Handouts ausgehändigt bekam, und die besprochene Theorie wurde dann gleich am Nachmittag in die Praxis umgesetzt. Im Laufe des Camps lernten wir DNA zu Isolieren, zu Vervielfältigen und natürlich zu Analysieren und auszuwerten. Was ein wenig anstrengend war, war, dass man von morgens bis Abends stehen musste im Labor, aber die Arbeit machte doch so viel Spaß, dass man es manchmal nicht einmal gemerkt hat. Zuerst Isolierten wir DNA aus verschieden Bohnen, aus Bio Anbau und aus einem Asia Markt, und konnten dann später eventuell von Genmanipulation betroffene Bereiche der DNA vervielfältigen. Diese Sequenz kann man dann ganz einfach auf ihre Größe analysieren und schon weiß man ob eine Manipulation vorliegt oder nicht. Erstaunlich einfach, schon fast so einfach dass man es zuhause nachmachen könnte. Und das geht nicht nur mit Bohnen. Alles das lebt hat DNA die man untersuchen kann und dazu hatten wir hier die Möglichkeit. Wir untersuchten nicht nur Bohnen sondern zum Schluss auch noch unsere eigene DNA. Hierbei vertauschten wir die DNA und untersuchten sie anonym denn sonst bräuchte man eine Sondergenehmigung. Interessant war‘s trotzdem, zu wissen dass man gerade mit eigenen DNA herumspielt und sie wirklich in ihre Bestandteile aufzwirbeln kann. Was ich dabei außerdem gelernt habe ist, dass wir alle Fehler machen, das gehört einfach dazu und ist gar nicht so leicht zu vermeiden bei Arbeit, bei der ein Experiment bei einem Mikroliter zu viel oder zu wenig schon scheitern kann. Aber das ist normal, und wenn es nicht funktioniert macht man es nochmal und das ist auch nicht weiter schlimm. Wichtig ist, dass man am Ende zu irgendeinem Ergebnis kommt, und allein das ist schon Belohnung genug nach so vielen Stunden im Labor.

Was wir gemacht haben war nichts weltbewegendes, aber wirkliche Forschung sieht nicht viel anders aus, auch wenn man vielleicht andere Materialien benutzt und am Ende sehen darf welche DNA zu wem gehört. Und allein schon die Erfahrung zu machen einmal unter solchen Bedingungen im Labor zu arbeiten und alles hautnah erleben zu können ist eindeutig eine lohnenswerte Erfahrung die ich jedem empfehlen würde. Zudem waren auch die gemeinsamen Aktivitäten nach Ende der Laborarbeit wirklich toll, so viele Menschen auf einem Haufen die die selben Interessen haben, dass ist immer gut. Ich habe viele Freunde gefunden und sehr viel Spaß gehabt, innerhalb und außerhalb des Labors. Auch mit den Professoren und Studenten reden zu können, war eine sehr tolle Möglichkeit sich ein wenig in eventuelle spätere Berufe einzufühlen zu können. Allgemein habe ich eine Woche gehabt, aus der ich mit vielen wertvollen Erinnerungen herausgekommen bin, mit neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und Freunden. Ich empfehle also euch allen, macht bei den Mint-Camps mit, nutzt die Möglichkeit solange sie ihr habt. 🙂

 

Maja Wendelin