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Mittagstisch

Der Caterer unserer Mensa ist SAUDER CATERING, der das Mittagessen täglich frisch bei uns anliefert.

Bestellt werden kann auf folgender Internetseite:
www.helmholtz-gymnasium-ka.inetmenue.de

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Das Helmholtz-Gymnasium gehört zum MINT-ec-Netzwerk. Näheres finden Sie bei Bildungsangebote > MINT-ec und auf www.mint-ec.de.






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"Berufs- und Studienorientierung"

Auf dieser Homepage findet man unter anderem wichtige Informationen zur Berufs- und Studienwahl in Karlsruhe.

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Wir schreiben den 20.10.2013. Es ist 14.30 Uhr. Vor dem Helmholtz-Gymnasium hat sich ein Schwarm aufgeregter Eltern mit ihren noch aufgeregteren Kindern versammelt. Überall liegen Koffer und Reisetaschen, die eine halbe Stunde später bereits sicher im Bus verstaut sind. Unter Tränen umarmen sich Eltern und Kinder, Brüder und Schwestern und Freunde, musikalisch umrahmt von Silchers „Lebewohl“. Wenig später finden sich voller Vorfreude lächelnd die Sängerinnen und Sänger des Kammerchores des Helmholtz-Gymnasiums im Bus auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen wieder. 

Von dort startete unsere dreiwöchige Reise in den Süden.  Nach zehn Stunden Flug in Richtung Windhoek/Namibia hatten wir bereits die erste Gelegenheit, unser Repertoire darzubieten: Müde und dennoch voller Energie sangen wir den Zollbeamten drei der uns bereits bekannten namibianischen Stücke vor. Dann galt es, noch einmal  in den Flieger zu steigen, um einige Stunden später in Kapstadt/Südafrika anzukommen.  Nach atemberaubenden Blicken von den Hügeln über Stadt und Meer fand schon am selben Abend unser erstes Konzert statt, gemeinsam mit den Chören der Pinelands High School, der SanS Soucis Girls High School und dem Kirchenchor der St. Martini German Lutheran Church. Der Kammerchor punktete hauptsächlich mit deutscher und europäischer Chorliteratur. Als Finale erklang Rheinbergers Abendlied vereint von allen Chören gesungen. Danach traf man sich bei Fingerfood und Apfelsaft in den Räumen der Gemeinde  und wagte erste mehr oder weniger vorsichtige Gespräche mit den gleichaltrigen Sängern. 

Weiter ging es – nach obligatorischem Besuch des Kaps der Guten Hoffnung -  mit einer Zwischenübernachtung in Plettenbergbay die Garden Route entlang durch fantastische Landschaften in Richtung Grahamstown, wo unsere ersten Gastfamilien uns nach einem Open-Air-Konzert in der ebenfalls musisch orientierten Victoria Girls High School freundlich erwarteten. Unser Stützpunkt war jedoch unsere Partnerschule, das Kingswood College: während wir einerseits langsam den Alltag der Internatsschüler des kennen lernten, arbeiteten wir andererseits in zahlreichen Workshops mit ansässigen Chören an der Erweiterung unseres Repertoires. Unter anderem tauschten wir mit dem Graeme College Choir Stücke aus, die wir am Samstagabend auch gemeinsam in einem lebhaften Konzert gemeinsam zum Besten gaben. Den daran anschließenden „Braai“ (Grill), bei dem über die kulturellen Grenzen hinweg getanzt und gesungen wurde, werden wir wohl alle in bester Erinnerung behalten. Zwei weitere Konzerte, eine beeindruckende Stippvisite im Institut für Afrikanische Musik der Rhodes University und ein Besuch des Addo Elephant Parks rundeten den Aufenthalt in Grahamstown ab.  Dann war es auch schon Zeit, von unseren neuen Freunden Abschied zu nehmen. Nach anstrengender Nachtfahrt zurück nach Kapstadt und gleich anschließendem Flug von  dort nach Windhoek gelangten wir vom frühlingshaften Südafrika ins bereits sommerlich heiße Namibia.

Noch am selben Tag eilten wir – unser Flugzeug hatte leider drei Stunden Verspätung – gleich in Richtung Omaruru, wo wir bei  vorwiegend deutschstämmigen Gasteltern untergebracht waren. Auch hier hatten wir noch am Ankunftsabend die Möglichkeit, mit dem Western dem Western outh Choir, einem lokalen Chor, der aus einem Jugendprojekt zur Hilfe von Kindern aus ärmeren Verhältnissen entstanden war, zu kooperieren. Trotz eher mäßigen Interesses der dortigen Anwohner an klassischer Musik war der Saal letzten Endes gut gefüllt und eine interessante musikalische Mischung aus allen Ecken der Welt fand ihren Platz auf der Bühne. 

Durch die Namib-Wüste ging es in zwei heißen, aber spannenden Tagesetappen durch das Erongogebirge, wo wir das Leben der San-Buschleute kennen lernen durften. Sie demonstrierten uns ihre Musik und ihren Tanz, tauten aber erst auf, als wir ihnen namibische und deutsche Lieder vorstellten. Unser nächstes Ziel war  Swakopmund. Nachdem wir bereits am Morgen in zwei Schulen, der Vrede Rede Primary School und der Deutschen Privatschule Swakopmund sowie beim Bürgermeister der Stadt Swakopmund Teile unseres Programms gesungen hatten, fand das gut besuchte abendliche Konzert in der Evangelischen Kirche mit dem Mascato Youth Choir, der zu den besten des Landes zählt, regen Anklang. Trotz zeitweiliger Ermüdung und kleineren Krankheitsproblemen genossen wir den Besuch im Walfish Bay, bei dem wir Robben, Pinguine und Pelikane hautnah erlebten, und so voller neuer Eindrücke und Energie den Workshop und das darauf folgende Konzert mit dem selben Chor am Abend in der Aula der Namib Primary School darbieten konnten. Auch hier war der Saal gut gefüllt und die Stimmung hervorragend. 

Am nächsten Morgen folgte wieder eine anstrengende aber gleichwohl hochinteressante Tour durch die Wüste, die uns zunächst Richtung Solitaire und dann zu einer Gästefarm in der Nähe der fantastischen roten Sanddünen des Sossusvlei führte. Nach einem ausnahmsweise gemütlichen Spätnachmittag und einem kleinen Spaziergang, der uns erlaubte, den fantastischen, farbenreichen Sonnenuntergang über der Wüste zu genießen, fielen wir in der idyllischen Oase, in der wir zu diesem Zeitpunkt untergebracht waren, erschöpft in unsere Betten – aber nicht bevor wir das dortige Personal mit einer kleinen musikalischen Darbietung erfreuen konnten, natürlich. 

Wieder brach ein Tag an, der ebenfalls von langem Busfahren geprägt war. Der Start war allerdings sicherlich ein landschaftlicher Höhepunkt der gesamten Reise: die Fahrt ins morgendliche Sossusvlei, wo wir eine der rot-orange leuchtenden Dünen bestiegen.  Nachdem sich alle am Farbenspiel satt gesehen hatten, ging es mit dem Bus weiter Richtung Süden. In einem kleinen Ort mit dem wohlklingenden, sehr afrikanischen Namen Helmeringhausen kosteten wir zur Mittagspause vom besten Apfelkuchen der Welt. Nach weiteren kurzen Zwischenstopps bei einer Kolonie von Wildpferden sowie einem alten deutschern Kolonialbahnhof, wo wir – wie jeden Tag – durch Referate der Reiseteilnehmer über Geschichte, Land und Leute informiert wurden, kamen wir in Lüderitzbucht an.  Dort mussten wir zu unserem Entsetzen feststellen, dass unser vorgebuchtes Hotel (Hotel Obelix) es leider versäumt hatte, ihre Notizen zu prüfen und uns so nicht die benötigten Schlafplätze bereitstellen konnte. So waren wir gezwungen, kurzfristig in ein anderes Hotel umzuziehen, dass glücklicherweise noch nicht ausgebucht war (durchaus verständlich). Trotz des dadurch entstandenen Zeitverlustes hatten wir noch einen schönen Abend in einer Kneipe am Hafen, die uns deutsches Essen (Schnitzel…) und afrikanische Cola servierte. 

Früh morgens machten wir uns auf den Weg zur ehemaligen deutschen Diamantenstadt Kolmanskop, die nun leer und verlassen dasteht (bis auf die täglich eintrudelnden Touristen) und durchaus den Eindruck erweckt, als könnte sie Geister beherbergen. Nach der Führung, die uns einen guten Einblick in das Leben der damaligen Zeit bot, eilten wir zur Brightstart Montessori Pre-Primary, Elementary and Junior-Secondary School, wo wir unser nächstes Konzert gaben und die Schüler davon überzeugen konnten, dass auch Europäer dazu fähig sind, die lebhafte Musik, die ihrem Land entsprungen ist, zu singen (und zu tanzen). Am Abend hatten wir dann ein Konzerterlebnis der anderen Sorte. Mit vorwiegend europäischem Programm traten wir in der Felsenkirche Lüderitz auf, die zwar nicht mit ihrer Größer, sehr wohl aber mit ihren schönen Glasfenstern (von Kaiser Wilhelm gestiftet) und einer fantastischen Akustik glänzen kann. Das Publikum war größtenteils europäischer Abstammung und vergrößerte sich noch durch aufmerksam gewordene Passanten. Besonders unser geistliches Repertoire der Romantik fand hier den perfekten Ort, um aufgeführt zu werden. 

Nach einem weiteren langen Reisetag, der uns aber unter anderem den bombastischen Anblick des Fish River Canyons bescherte, erreichten wir unsere Ruheoase für den nächsten Tag: Ai-Ais, und damit das Spa-Hotel mit der unglaublichen Lage zwischen hohen Felswänden und Wüste. Gerade die drei Pools kamen dem inzwischen doch recht erschöpften Chor sehr gelegen… Hier hatten wir nun für einige entspannte Stunden die Möglichkeit, für den (leider schon) letzten Teil unserer Reise Kraft zu schöpfen. Das Konzert, das wir an diesem Abend für die Gäste und Angestellten gaben, erklang somit in frischer Stärke und auch für die gerade erlernten Stücke aus Swakopmund und Grahamstown erhielten wir regen Applaus und  zahlreiche Komplimente. 

Weiter ging es zur Endstation unserer Reise: Windhoek. Wieder wurden wir voller Herzlichkeit empfangen und von unsern Gasteltern aufgenommen. Eine Schulführung bot uns einen Einblick in das Schulleben an der Deutschen Höheren Privatschule, die sich doch deutlich von der Jan Möhr Secondary School unterschied, in der wir später noch sangen und in der der Schulchor spontan noch mit uns auf die Bühne kam, um uns quasi noch während des Konzertes ein paar ihrer Stücke beizubringen – und umgekehrt. Unser letztes Konzert fand dann am Abend des 8. November in der Christuskirche statt, gemeinsam mit den Maranatha Singers, die uns ein beeindruckendes Programm vorführten, aus dem wir Teile definitiv übernehmen werden. Nachdem wir die voll besetzte Kirche verlassen hatten, konnten wir uns im Goethe-Zentrum Windhoek bei Speis und Trank mit den Maranatha Singers unterhalten und neue Kontakte knüpfen.

Selbigen 

Nun blieben uns noch einige Stunden um unsere Geldbeutel zu leeren und unsere Koffer mit Souvenirs zu füllen. Mit einer letzten Rundfahrt durch die Townships, die uns einerseits schockierten und andererseits sicherlich ein besseres Bewusstsein für die Armut der Welt bei uns auslösten, beendeten wir unsere wunderbare Zeit und kamen am Flughafen an – noch schien die Sonne und wir konnten ausgelassen singen.Chor trafen wir am darauf folgenden Tag ein letztes Mal, um in einem Workshop unser Repertoire zu vergrößern. Die dort gelernten Stücke werden uns die nächsten Jahre begleiten. 

Selbst im Boarding Bereich hatte sich unser erneutes Ständchen für den Zoll bereits herumgesprochen und so ließen wir auch hier bei einem kleinen Souvenirshop unsere Stimmen erklingen und fanden eine gleichgesinnte Verkäuferin, mit der wir noch lange Kontakt halten werden. Scheinbar haben wir einen Eindruck hinterlassen, denn selbst elf Stunden später bei der Kofferausgabe am Frankfurter Flughafen begegneten wir noch Menschen, die mit uns aus Windhoek gekommen waren und uns zu unserem afrikanischen Liedschatz beglückwünschten. 

An dieser Stelle bleibt nur, unseren Sponsoren zu danken, speziell dem Goethe-Institut in München, der Riemenschneider-Stiftung, der Stober-Stiftung und der Stadt Karlsruhe, die uns großzügig unterstützten und ohne die eine solche Reise nicht möglich gewesen wäre.Alles in Allem wird diese Reise wohl in alle Ewigkeit in unserem Gedächtnis bleiben, als ein Erlebnis, wie wir es wohl nie wieder haben werden.

Ein weiteres großes Dankeschön geht an Herrn Oettinger, der keine Mühe scheute, um uns diese Reise zu ermöglichen. Beinahe die gesamte Organisation geht auf sein Konto. 

Außerdem müssen wir natürlich unserem fantastischen Chorleiter, Dr. Stephan Aufenanger, für die tolle Zeit, die wunderbare Musik und einfach alles andere danken. 

Danke auch an Katharina Aufenanger für die Rettung in der Not (du weißt schon, was gemeint ist  - es ist immer gut, eine Ärztin dabei zu haben) und an Frau Oettinger für die gute Begleitung.

VIELEN DANK!!!



Marit Schüz und Leonie Hong







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