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Schulportfolio

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Mittagstisch

Der Caterer unserer Mensa ist SAUDER CATERING, der das Mittagessen täglich frisch bei uns anliefert.

Bestellt werden kann auf folgender Internetseite:
www.helmholtz-gymnasium-ka.inetmenue.de

Informationen zu Anmeldung und Bezahlung sind hier zu finden.



Mint-ec

Das Helmholtz-Gymnasium gehört zum MINT-ec-Netzwerk. Näheres finden Sie bei Bildungsangebote > MINT-ec und auf www.mint-ec.de.






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"Berufs- und Studienorientierung"

Auf dieser Homepage findet man unter anderem wichtige Informationen zur Berufs- und Studienwahl in Karlsruhe.

www.karlsruher-weg.de



 


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Es ist Sonntagnachmittag, kurz vor 17 Uhr, immer mehr Schüler und Schülerinnen versammeln sich samt Eltern, Geschwistern, Freunden und einem Haufen Gepäck vor der Schule. Der Abschied fällt mehr oder weniger tränenreich aus, erleichtert wird er uns allen aber von dem kalten Regenwetter und der Vorfreude auf die italienische Sonne. Nachdem die scheinbar unmögliche Tat vollbracht ist, alles Gepäck im Bus zu verstauen - wir teilen uns diesen mit Schülern aus Herxheim - steigen wir endlich ein und fahren gen Süden.

Insgesamt liegen ca. 17 Stunden Fahrt vor uns, doch noch sind alle munter. Der ein oder andere mehr oder weniger lustige Witz wird erzählt, Spiele gespielt oder einfach nur gequatscht, der Sauerstoffgehalt nimmt von Stunde zu Stunde ab. Zum Glück macht der Busfahrer regelmäßig Pausen, sodass wir auf dem Weg durch die Schweiz und Italien die verschiedensten Raststätten zu sehen bekommen. Gegen 1 oder 2 Uhr nachts herrscht Ruhe im Bus, manche schlafen mit Kissen auf den Sitzen, manche unter, manche auf dem Boden oder auf anderen Personen. Irgendwann am frühen Morgen erreichen wir das Meer, das Italien-Feeling steigt mit jedem Kilometer. Mit der Fähre fahren wir eine Stunde zu unserem Ziel: der kleinen Insel Giglio. In der Hafenstadt Porto wird unser Gepäck abgeholt, in mehreren Ladungen nehmen wir den Bus einmal quer über die Insel (und damit über den Berg) nach Campese, wo unsere Unterkunft für die nächsten sechs Tage sein wird. Zu unserer Freude haben wir alle eigene Wohnungen, meist zu sechst, die einen großen gemeinsamen Innenhof mit Grün haben, die Sonne scheint warm auf die Steine. Allgemein gibt es wenig zu beachten, abgesehen von Supermarktöffnungszeiten, Benimmregeln (die aber so gut wie alle selbstverständlich waren), Baderegeln. Mamaschewski und Papa Gröner gehen nach dem Mittagessen mit uns wandern (Frau Brown steckte noch irgendwo auf dem Festland fest), an der halbmondförmigen Bucht entlang in die Felsen und durch die Natur zu einer anderen Bucht, in der spätestens jetzt die meisten im Meer baden. Das Wasser ist glasklar und erfrischend kühl, die Aussicht bezaubernd schön. Man sieht von einem höhergelegenen Felsen, auf den einige einen Abstecher unternehmen, die Bucht und den Strand samt Turm und Bergen in ganzer Größe, das Urlaubsgefühl ist perfekt. Nach der kurzen Wanderung haben wir den restlichen Tag frei, gehen einkaufen, kochen, genießen den Strand und erkunden Dorf und Insel. Es gibt zwei Pizzerien, eine hervorragende Eisdiele, einen kleinen Obstladen, einen kleinen Supermarkt und mehrere Bars am Strand – alles, was man für eine Woche braucht. Am nächsten Morgen gibt es für alle, die wollen (was fast alle sind), eine Einführung ins Schnorcheln, wie man die Ausrüstung benutzt und die sehr gewöhnungsbedürftigen Neoprenanzüge anzieht. Voll ausgerüstet schnorcheln wir auch gleich zum ersten Mal und können über das klar türkise Wasser staunen und die vielen Fische, die vor allem bei einem ins Wasser gestürzten Stahlturm im Wasser umher schwimmen. Nach der Mittagspause haben wir zum ersten Mal Unterricht im Labor des Instituts für marine Biologie, das sich unter unseren Wohnungen im kühlen Keller befindet – dort gibt es sogar WLAN für alle, die schon Entzugserscheinungen bekommen (was nicht nur die Jugend war...). Unser Lehrer, der sich als Alex vorstellt, aus Stuttgart kommt und unglaublich motiviert ist, führt uns in das Thema Lebensraum Mittelmeer ein und wir lernen viele neue Fachbegriffe, Infos über unsere Bucht sowie neue Tier- und Pflanzenarten kennen. Nach dem Theorieteil dürfen wir selber lernen – mit echten Tieren auf zwei Räume aufgeteilt. An diesem Dienstag sind es die Stachelhäuter, zu denen die Seesterne, Seeigel, Schlangensterne, Haarsterne und die Seegurken zählen, die wir uns in Schüsseln mit und ohne Mikroskop anschauen und bestimmen. Das Wichtigste ist natürlich, den Tieren auch immer einen Namen zu geben, erstaunlicherweise sind wir der erste Kurs, der auf diese Idee kommt. Bei der Bestimmung und Beschreibung hilft uns neben Alex auch Kira, die ihr Praktikum gerade auf der Insel macht. Der Rest des Nachmittags und Abends ist wieder uns selbst überlassen, eine Gruppe von überwiegend Schülerinnen kommt in den Genuss einer Yoga-Stunde mit Mamaschewski und kann dadurch den Tag fit und tiefenentspannt ausklingen lassen. Die Yoga-Stunde wird auch nicht die einzige sein, gemeinsam unter der Aufsicht unserer hervorragenden Lehrerin lernen wir im Laufe der Woche noch Dinge wie Gleichgewicht, Meditationsübungen, Dehnübungen und natürlich den Sonnengruß. Die meisten versammeln sich später irgendwo am Strand oder auf den Felsen, um den beeindruckend schönen Sonnenuntergang anzuschauen. Bettruhe ist offiziell um 24 Uhr, nach ein paar Vorfällen dann auf 23 Uhr verschoben, doch unsere Lehrer drücken auch gerne mal ein Auge zu (danke dafür!). Mittwochmorgen um 9 Uhr ist wieder Unterricht, diesmal Thema Hartboden, Wir lernen die verrücktesten Tiere kennen, Würmer, die aussehen wie Pflanzen oder Tiere, die aussehen wie riesige Fächer. Danach ist eigentlich den restlichen Tag Freizeit, eine Gruppe motivierter Schüler und unsere drei Lehrer (der Brownie erreichte uns nach einer wenig erholsamen Nacht im Segelboot am Montagabend) machen sich auf den Weg nach Castello, einem kleinen Ort mit Burgmauer und -ruine hoch oben auf dem Berg. Dort wird erst mal ein Eis gegessen, Kaffee getrunken und die Aussicht genossen. Auf dem Weg gibt es einiges zu sehen, Kakteen mit eingeritzten Namen (darunter auch „KSC“), Eidechsen und Schlangen, auch wenn Mamaschewski leider von letzteren irgendwie nie eine zu sehen bekommt. Im Biounterricht am nächsten Morgen lernen wir Sedimente kennen und die Tiere, die darin leben. Fische, die sich in Windeseile einbuddeln, Muscheln und andere Lebewesen. Alex schafft es, uns trotz Unterrichtsatmosphäre immer wieder zu motivieren durch seine Begeisterung und die vielen Geschichten, die er erzählt. Nachmittags gibt es für alle, die nicht wasserscheu sind, eine geführte Schnorcheltour, dazu machen wir uns in vier Gruppen auf aufs Meer. Es gibt unglaublich viel zu sehen, Seeigel, Muscheln, Krebse, Algen, Seegraswiese, Fische und sogar eine Madonna in ca. 20 Metern Tiefe. Alex beeindruckt uns mit seinen Tauchfähigkeiten, indem er ohne Atemgerät Minutenweise bis auf den Boden taucht. Der Nachmittag ist ansonsten frei, doch es gibt einen groß angekündigten Programmpunkt für diesen Abend: DJ Megawatt legt mit seinem Truck auf und man kann ihn schon am Strand sehen, es werden Buden aufgebaut und die ersten Schaulustigen lassen sich blicken. Gemeinsam gehen auch wir an den Strand, essen Crêpes, ein paar Leute landen mit Klamotten im Meer und haben dann viel Spaß am Rodeo, dem ersten Highlight des Abends. Einige Leute von uns versuchen ihr Glück auf dem Bullen, es läuft laut Musik und die Stimmung ist ausgelassen. Nachdem alles vom Rodeo abgebaut ist, wird endlich Musik aufgelegt, Mamaschewski und der Brownie sind die ersten auf der Tanzfläche (Papa Gröner hatte sich mit einem Buch in der Lehrerwohnung verzogen), mit der Zeit tanzen so gut wie alle Gäste und Einheimischen. Nach diesem Event gehen die wenigsten schlafen, man sitzt im Hof und quatscht, isst oder macht nähere Bekanntschaft mit Jugendlichen aus Schloss Salem, die in den Wohnungen neben uns wohnen. Eigentlich hole ich nur irgendwann meinen Schlafsack, weil es kühl wird, doch nach und nach folgen immer mehr Leute und wir beschließen, ca. zu zehnt unter freiem Himmel zu schlafen (dass es morgens ein paar Tropfen regnet, konnte ja keiner vorher wissen). Am nächsten Morgen gibt es wieder eine Wanderung, diesmal in eine etwas weiter entfernte Bucht, in der man sehr gut schnorcheln können soll. Ausgerüstet mit Taucherbrille und Schnorchel machen sich die Algengang (Mamaschewski, Brownie, Gröner → Rot-, Braun-, und Grönalge) und ein paar Schüler auf den Weg, die Sonne scheint und der Weg durch Felsen und am Abgrund entlang ist nicht ganz ohne. Wir werden aber belohnt mit einer Bucht voller glitzernder Steine (Herr Gröner wusste sogar, wieso die glitzern) und Katzengold, bewundern das Wasser und sammeln gleich noch ein paar Brocken Katzengold als Souvenirs ein. In der letzten Unterrichtseinheit danach betrachten wir noch Plankton unterm Mikroskop, bevor wir alles aufräumen und putzen. Nach einer Pause gehen alle gemeinsam Pizza essen und lassen die Studienfahrt sehr entspannt und schön ausklingen, bevor es am nächsten Morgen zurück nach Deutschland geht. Nach diesmal fast 18 Stunden Fahrt kommen wir ziemlich müde morgens um drei an der Schule an, manche Eltern holen ihre Kinder sogar noch ab, andere machen sich zu Fuß auf den Heimweg. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen aller Mitgereisten ganz dolle bei unseren tollen Lehrern bedanken, die uns super betreut haben und uns doch trotz der Regeln sehr viel Freiraum gelassen haben. Das Programm hat sehr viel Spaß gemacht, die Fahrt war insgesamt mehr Urlaub als Schule und das wussten wir alle sehr zu schätzen. Auch der familiäre und freundschaftliche Umgang miteinander (v.a. auch mit den Lehrern) war etwas, was uns allen gut getan hat und uns noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Danke, Algengang, ihr wart fantastisch! 


Luise Wahl



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