Wichtige Links


Schulportfolio

Zu unserem Schulportfolio geht es hier.


Mittagstisch

Der Caterer unserer Mensa ist SAUDER CATERING, der das Mittagessen täglich frisch bei uns anliefert.

Bestellt werden kann auf folgender Internetseite:
www.helmholtz-gymnasium-ka.inetmenue.de

Informationen zu Anmeldung und Bezahlung sind hier zu finden.



Mint-ec

Das Helmholtz-Gymnasium gehört zum MINT-ec-Netzwerk. Näheres finden Sie bei Bildungsangebote > MINT-ec und auf www.mint-ec.de.






Helmholtz Moodle

Hier geht es zu unserer Moodleseite.




"Berufs- und Studienorientierung"

Auf dieser Homepage findet man unter anderem wichtige Informationen zur Berufs- und Studienwahl in Karlsruhe.

www.karlsruher-weg.de



 


Kontaktdaten

Helmholtz-Gymnasium

Kaiserallee 6
76133 Karlsruhe

Telefon & Fax:

Tel. 0721 / 133 4518
Fax. 0721 / 133 4979


E-Mail:

info@helmholtz-karlsruhe.de


Noch in morgendlicher Trägheit verabschieden sich die Künstler und Musiker, die in der Frühe des 30.05.2016 um 5.40 Uhr vor dem Helmholtz-Gymnasium versammelt sind, von der Gruppe, die sich in den Bus nach Potsdam begibt. Kurz darauf - die freudige Erwartung und somit auch der Wachheitsgrad der Schüler steigen langsam - betreten wir dann selbst den Bus in Richtung Wien und richten uns bequem für die zehn Stunden Fahrt ein.

Trotz einiger Zwischenstopps mit nicht immer pünktlichen Schülern (Frau Binder und Herr Wilms bedanken sich für den Kaffee), erreichen wir pünktlich um 16.00 Uhr am selben Tag die schöne österreichische Hauptstadt. Nachdem auch die Beschwerden über die Zimmergröße im A & O Hostel zufriedenstellend geklärt und wir alle in unsere Paläste eingezogen sind, ziehen wir am selben Abend noch los in ein Original Wiener Wirtshaus ("Beisl"), wo bei ausgelassener Stimmung das Wiener Schnitzel genossen wird. Die Zeit bis zur Nachtruhe dürfen wir je nach Laune irgendwo in der Wiener Innenstadt verbringen und finden uns natürlich alle rechtzeitig wieder in unserem Hostel ein, um fit für den nächsten Morgen zu sein, denn dieser beginnt früh. Aufgrund der frühen Stunde können wir auch bedauerlicherweise den Weg nicht bis ganz hinauf auf den Turm des Stephansdoms finden (… geschlossene Türen sind eine fiese Sache). Das Gute aber daran: wir haben so die Möglichkeit, die schöne Kirche auch noch von innen zu besichtigen. Doch schon bald trennen sich die Künstler von den Musikern und machen sich auf zur Kunstakademie Wien, die uns alle sehr beeindruckt. Die aktuelle Ausstellung „JA!“ begrüßt uns mit bunten ansprechenden Plakaten, das Gebäude mit weitläufigen Fluren und geheimnisvollen Türen, hinter jeder einzelnen steckt ein anderes Atelier, ein anderer Künstler, eine andere Welt. Eine Kunststudentin führt uns herum, zeigt uns zum Beispiel den Zeichensaal und den alten Seziertisch, der auch schon zur Kulisse diverser Filme geworden ist, und mehrere der Ateliers, bis es uns alle in den Fingern juckt – und man ihr nochmal genauer zuhört, wenn es um das Bewerbungsverfahren geht. Ein kleines bisschen Kunsttheorie verbindet sie auch mit der Aufzählung der vielen verschiedenen Kurse, die an der Akademie unterrichtet werden (Trans-gender-studies, who knew?). Neben diesem faszinierenden Einblick ins Wiener Künstlerleben hat die Akademie auch noch eine beeindruckende Gemäldegalerie zu bieten, in der man sich leicht verlieren kann. Neben alten Meistern wie Rubens oder Bosch finden sich hier auch modernere Videoinstallationen von Künstlern und angehenden Künstlern aus dem eigenen Haus. Währenddessen genießen die Musiker eine hoch informative Führung durchs Mozart-Haus und haben die Möglichkeit, sich im Haus der Musik umzuschauen und ihrem musikalischen Drang etwa beim Dirigieren der virtuellen Wiener Philharmoniker nachzugehen. Nach einer frei gestalteten Mittagspause hält einer der Schüler seine GFS über diverse Uraufführungen in Wien und führt uns auch zu einigen ihrer Schauplätze, unter anderem zum Musikverein mit seinem fantastischen Konzertsaal, was uns einen schönen Einblick in die Musikgeschichte Wiens gibt. Die Künstler verpassen diese jedoch leider zu Gunsten des gigantischen Kunsthistorischen Museums, in welchem wir mehrere Stunden verbringen. Einen kurzen Abstecher statten wir auch dem Theseus-Tempel mit seiner halbjährlich wechselnden Kunstinstallation ab. Die kurze Pause im Hostel nutzen die meisten, um sich schick zu machen, denn das Abendprogramm ist nicht weniger interessant als der bereits wie im Flug vergangene Tag: Wir besuchen mit einem Großteil der Gruppe die berühmte Wiener Staatsoper! Sowohl das Ballet "Don-Quixote", mit fantastischen Tänzern, ausgiebigem Applaus und Walzern (im Überfluss), als auch das Flair der Oper und ihre Besucher betrachten wir gerne, denn wo bekommt man so ein Spektakel geboten, wenn nicht dort? Nun ganz angekommen in der Stadt Wien, mit all ihren kulturellen Facetten freuen wir uns schon auf den nächsten Tag, denn auch dieser hat einiges zu bieten. Schon zu früher Stunde versammeln sich die Musiker vor dem Hostel, um das Jüdische Museum zu besuchen, in dem sie sich mal über eine komplett andere Seite der Musik informieren können. Denn hier geht es, nicht wie bei vielen der anderen Programmpunkte, um klassische Musik, sondern um jüdische Komponisten und Interpreten verschiedenster Genres. Schnell kristallisiert sich heraus, dass die Musikgeschmäcker und damit auch die Interessen im Kurs sehr weit auseinander gehen, was jedoch kein Problem darstellt: nach einer gemeinsamen Führung bekommt jeder von uns die Möglichkeit, das Museum auf eigene Faust weiter zu erkunden und seine eigenen Schwerpunkte zu setzen. Das sehr hübsche Haydn-Haus, in dem auch Brahms ein Zimmer hatte, ist als nächstes dran und so langsam dämmert es uns, dass die meisten der berühmten Komponisten nicht gerade Schönheiten waren. „Wenn der Maler sie nicht in einer geschönten Form darstellt, kauft doch keiner seine Bilder.“ Das klingt logisch und nachdem im Vorhinein auf die Frage „Wer findet, Haydn sieht auf dem Bild attraktiv aus?“ niemand mit einem klaren „Ja“ geantwortet hat, starten wir mit einem Schmunzeln auf den Lippen in die Führung. Zu späterer Uhrzeit brechen die Künstler voller Neugierde zum Wiener Museumsquartier auf, wo sie ein wahrer Überschuss an Kunst erwartet. Hier können auch wir einen Einblick in die moderneren Epochen bekommen, denn wir besuchen nacheinander das Leopold-Museum und das Mumok, die beide mit großen Sammlungen und ansprechenden Ausstellungen aufwarten. Vorher schneien wir jedoch noch kurz beim Naturhistorischen Museum vorbei, um uns die Venus von Willendorf anzusehen. Nachdem auch wir dann unsere Mittagspause gemacht haben, treffen wir die Musiker wieder, denn wir planen, gemeinsam einen Grillabend auf der Donauinsel zu veranstalten. Doch leider werden die Pläne von einem Unwetter durchkreuzt, und die Angst, mit einem Haufen Grillfleisch im Regen zu sitzen, führt dazu, dass es jedem Schüler frei gestellt wird, wie er den Abend verbringt. So kommt es, dass sich einige auf Shoppingtour in die Innenstadt begeben, andere wiederum sich trotz Unwetterwarnungen zum Picknick auf der Donauinsel treffen. Da das Tagesende doch eher einem lauen Sommerabend, als einer Apokalypse gleicht, sind sie mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden und genießen den Sonnenuntergang am Wasser. Am nächsten Morgen herrscht endlich Gleichberechtigung bei den Aufstehzeiten: Künstler und Musiker gehen gemeinsam los zum idyllisch bewachsenen grünen Biedermeier-Friedhof  St. Marx, wo es unter anderem Mozarts Grabstein zu sehen gibt. Gemeinsam geht es auch weiter, denn heute kommen auch die Musiker in den Genuss der Bildenden Künste und Museen in Wien, denn wir besuchen alle zusammen das Obere Belvedere mit seiner Klimt-Sammlung und diversen anderen berühmten Werken. (Ja, auch uns allen bekannte Abbildungen aus unseren Geschichtsbüchern lassen sich dort finden!) „Wer findet, dass Beethoven auf diesem Bild attraktiv aussieht?“- Gleiche Frage, gleicher Museumsführer, anderer Komponist. Auch Beethovens Wiener Vergangenheit wird uns Musikern näher gebracht und so langsam beginnt man, in das historische Wiener Stadtleben mit all seinen Komponisten einzutauchen. Auch wenn man von außen betrachtet zunächst einmal denken könnte, so viele Museen würde man doch schnell leid werden: Falsch gedacht! Mit jedem Museum bekommt man einen besseren Eindruck von dem damaligen Leben und Schaffen der vielen großen Komponisten, deren Namen man von zahlreichen Werken und Schülerpräsentationen kennt. Die Künstler dagegen können gar nicht genug bekommen und ziehen direkt weiter ins nächste Museum, das Wiener Sezessions-Haus, wo es auch wieder Klimt zu sehen gibt. Die Mittagspause auf dem Naschmarkt und ein kleiner Besuch bei der Karlskirche runden den Vormittag beider Gruppen ab. Nachmittags trifft man sich beim Hundertwasserhaus zu einer gemeinsamen Führung, hier gibt es neben den bunten Werken des Künstlers auch interessante Lebensentwürfe und Architekturdesign zu sehen. Auch der Abend ist mit kulturellen Höhepunkten gespickt. Während die Künstler besser angezogen zur Vernissage des Fotografen Martin Parr ins Kunsthaus Wien zurückkehren, machen sich die Musiker erneut schick für die Oper, um mit dem Tüll und der Spitze der Kostüme der anderen Besucher schritthalten zu können. Verdi mit seiner Oper "Don Carlo" steht heute auf dem Programm. Auch am letzten Tag in Wien erwartet uns ein straffes kulturelles Programm am frühen Morgen. Die Künstler feiern Museum Nummer ZEHN der Woche, mit dem Besuch in der Albertina, die Musiker geben sich währenddessen weiter diversen Wohnstätten berühmter Komponisten hin, so zum Beispiel dem Geburtshaus Schuberts und der Beethoven-Wohnung in Heiligenstadt. Am Nachmittag treffen sich beide Gruppen wieder zu einer Abschluss-Wanderung im Wiener Wald. Trotz kurzzeitiger Verluste und einem Aufstieg in der warmen Mittagssonne genießen alle den geselligen Abschluss in einem Heurigen am Ende der Wanderung, bei dem über die Ereignisse der letzten Tage sinniert wird. So neigt sich unsere Studienfahrt auch schon dem Ende zu, denn am Samstagmorgen müssen wir früh aufbrechen, um nach Karlsruhe zurückzukehren. Teils wehmütig, da diese wunderschöne Studienfahrt schon vorüber ist, teils frohen Gemütes, da man seine Freunde aus anderen Kursen und seine Familien wiedersieht, machen wir uns auf die Heimfahrt. An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal ganz herzlich bei Frau Binder und Herrn Wilms bedanken, die sich für uns um ein so umfangreiches Programm gekümmert und sich mit der Organisation so viel Mühe gegeben haben. Auch wenn es zuweilen sehr anstrengend war, möchte man doch keinen der Programmpunkte missen. Die Studienfahrt wird uns allen noch lange in guter Erinnerung bleiben.


Marit Schüz, Leonie Hong


Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg