Allgemeines

Die Schüler und Schülerinnen der Gymnasien in Baden-Württemberg haben die Möglichkeit eine so genannte „Besondere Lernleistung (BLL)“ zu belegen und in die Gesamtqualifikation für das Abitur einzubringen.

Dies kann nach der bundesweit geltenden „Besonderen Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe“ sein:

  • die Teilnahme an einem von den Ländern geförderten Wettbewerb
  • die Belegung eines „Seminarkurses“
  • nach den Regeln der NGO von 2007/08 auch die Teilnahme an einem Schülerstudium

Die Besondere Lernleistung in Form eines Seminarkurses besteht aus der Teilnahme an zwei halbjährigen in der Regel dreistündigen Kursen. In diesem Zeitraum müssen die Schüler und Schülerinnen für das gewählte Thema eine Dokumentation erstellen und dazu eine mündliche Prüfung (Kolloqium) ähnlich der Präsentationsprüfung im Abitur ablegen.

Die Leistungen im Seminarfach setzen sich zusammen aus den Leistungen in den Kurshalbjahren (50 %), den Leistungen in der Dokumentation (25%) und den Leistungen im Kolloquium (25%). Es wird eine Gesamtpunktzahl aus den Einzelleistungen ermittelt.

Hier ist zu beachten, dass Teamarbeiten möglich sind, die Einzelleistungen aber klar erkennbar sein und getrennt bewertet werden müssen. Außerdem gelten für die BLL oder den Seminarkurs dieselben Regeln bezüglich Belegung und Austritt wie für die andere Kurse der Oberstufen.

Der Seminarkurs soll durch die interdisziplinäre Herangehensweise an Problemstellungen studien- und berufsvorbereitende Arbeitsmethoden vermitteln. Es geht auch und vor allem um das Erlernen von wissenschaftlichen Arbeitsmethoden, wie sie später beim Studium oder im Beruf üblich sind.

Die Erfahrung zeigt, dass durch die Teilnahme an einem Seminarkurs viel zusätzliche Arbeit auf die Schüler/innen zukommt. Die Seminarkurse müssen meist – da die Schüler/innen aus ganz verschiedenen Kurskombinationen kommen, nachmittags stattfinden und eventuell ist auch blockweises Arbeiten (z. B. an einem Kompakttag) erforderlich bzw. möglich. Ein hohes Maß an Eigeninitiative ist notwendig.

Die Schulen entscheiden im Rahmen des für die gymnasiale Oberstufe und der Abiturprüfung erforderlichen Niveaus frei über die inhaltliche Ausgestaltung der Seminarkurse, d. h. über die Themen.

Beispiele für Seminarkursthemen (mit Fächern) die bereits erfolgreich am Helmholtz-Gymnasium stattgefunden haben oder aktuell stattfinden:

  • Karlsruhe im Nationalsozialismus
  • Wissenschaft und Verantwortung
  • Filmgeschichte
  • Sport und Soziologie – Auswirkung von außergewöhnlichen Sportarten auf Gruppen in Theorie und Praxis (Moritz Müller und Steffen Raubach)
    Der Beginn des Seminarkurses (1. Halbjahr) beinhaltet eine Hinführung zum wissenschaftlichen Arbeiten (Kurzreferate) und die Gestaltung einer kleinen Praxiseinheit in der Sporthalle aus dem Bereich „Erlebnispädagogik, Kennenlernspiele, Gruppendynamik“.Im weiteren Verlauf (2. Halbjahr) des Seminarkurses führen die Schülerinnen und Schüler ein sportliches Angebot außerhalb der klassischen Sportarten (Handball, Basketball, Volleyball, Fußball, Badminton, Tischtennis, Leichtathletik, Schwimmen) durch. Die Stunde soll für die Gruppe so gestaltet sein, dass gruppendynamische Prozesse innerhalb der Gruppe gezielt eingeleitet und gesteuert werden (z. B. Motivation, Gruppenzusammenhalt, Rollen wahrnehmen, wechseln und reflektieren, Wettkampf zwischen Gruppen mit vorgegebenen Regeln, Umgang mit Sieg und Niederlage, …)Dabei muss die Gruppe emotional angesprochen werden, die Schülerinnen und Schüler sollen hierbei etwas Neues lernen und die Durchführung muss didaktisch-methodisch durchdacht sein.
    Der Abschluss des Seminarkurses umfasst eine Seminararbeit und ein Kolloquium.
  • Mathematik interdisziplinär
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