Alles beginnt mit einem gewaltigen Knall aus einem winzigen Punkt, so sagt man. Materie und Antimaterie entstehen, vernichten sich gegenseitig. Allein das Ungleichgewicht macht unser Leben erst möglich. Die Materie verdichtet sich, es entstehen Protonen, Atome, Moleküle. Aufgrund der Gravitation verbinden sie sich, Planeten, Sterne, Galaxien entstehen. Aus einer Singularität heraus resultiert also das Universum, das sich fortwährend ausbreitet, unaufhaltsam. Hubble war der erste, der entdeckt hat, dass das All expandiert: Die Expansion nämlich hat als Folge, dass die Lichtwellen ins Rote verschoben werden, da die Wellenlänge des Lichtes größer wird; der Dopplereffekt wird sichtbar.

In unserem Seminarkurs Astroteilchenpyhsik suchten wir Antworten auf all die Fragen, die uns unser geheimnisvoller Kosmos schenkt. Wie entstand das Universum? Aus was sind wir aufgebaut? Wie funktioniert die Welt? So lernten wir zunächst im Plenum das Standardmodell der Elementarteilchen, den Aufbau der Materie. In Spezialistengruppen befassten wir uns dann mit fachspezifischen Grundlagen und wurden der Welt der modernen Physik sehr nah gebracht. Durch enge Kooperation mit dem KIT erhielten wir einen spannenden Einblick in die Arbeitswelt der Physiker.

Eine dieser Kooperationen war eine Exkursion ans KIT Campus Nord. Nach einem spannenden Vortrag über den Aufbau des Campus und die Forschung, die dort betrieben wird, durften wir selbst in einer Führung das Gelände besichtigen. Dort haben wir zum Beispiel die Weiterentwicklung von Solartechnik gesehen, haben aktuelle Forschungsgebiete zum Thema Kernfusion besichtigt und durften uns das Experiment KATRIN – Karlsruher Tritium Neutrino Experiment – ansehen. Dieses Experiment dient der Ermittlung der genauen Neutrinomasse. Außerdem haben wir in der Dauerausstellung eine Nebelkammer gesehen, eine Kammer, die zum Beispiel radioaktive α- und β- Strahlung sichtbar macht. Auch gab es in dieser Dauerausstellung kleine Experimente und Ausstellungsstücke zu aktuellen Themen wie Supraleitung und Energie.

Der krönende Abschluss des ersten Kursstufenjahres fand sich jedoch in Genf wieder, am größten Teilchenbeschleuniger der Welt, bei dem Protonen auf beinahe Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden auf 27 km und dann gezielt im Detektor kollidieren, bei welchen Unmengen an neuen Teilchen entstehen durch die Äquivalenz von Masse und Energie…

Im Namen des ganzen Astroteilchenseminarkurses bedanken sich Felix Dehnen, Florian Djuran und Ilja Pricker, die Verfasser des Artikels, bei unseren fachkundigen und engagierten Lehrern Frau Rudolph und Herrn Rust. Es war uns allen eine große Freude mit ihnen die Geheimnisse des Kosmos zu entschlüsseln und zu verstehen.