Startseite

Petit voyage à Bitche

Am 10.05. sind wir, die Klasse 10b auf Initiative von Frau Hornung, gemeinsam mit Frau Hornung und Frau Lange mit dem Bus nach Bitche, einer kleinen Stadt in Frankreich gefahren. Dort haben wir uns mit Schülern der dortigen Schule getroffen. Im Vorfeld haben wir bereits Kontakt aufgenommen und uns online kennengelernt. Ursprünglich war ein Austausch in beide Richtungen geplant, Corona bedingt aber leider nicht möglich. So konnten die Franzosen nicht zu uns kommen. Deshalb haben wir uns umso mehr gefreut, als feststand, dass wir zu ihnen fahren können.

Um 8:00 Uhr morgens ging es los. Wir sind gemeinsam mit dem Bus Richtung Bitche gefahren. Auf der Fahrt durften wir kurze Referate mancher Schüler zu in Frankreich aktuellen Themen hören. So verging die Zeit schnell und wir sind nach einer zweistündigen Fahrt gut in Bitche angekommen. 

Dort wurden wir freundlich von unseren Austauschpartnern, deren Lehrer Monsieur Maugé und dem Schuldirektor empfangen. Nach der Begrüßung durch den Schuldirektor haben wir uns gemeinsam mit unseren Austauschpartnern auf eine Stadtführung begeben. Dabei haben wir viel über die Geschichte von Bitche erfahren und konnten uns von einem kleinen Hügel aus einem Überblick über die Stadt verschaffen.

So haben wir erfahren, dass Bitche aus der auf einem Hügel liegenden Festung und den beiden danebenliegenden Städten Kaltenhausen und Rohr entstanden ist. Davor bildete die Festung die Stadt. Von der Festung blieb nach mehreren Kriegen nur eine Kapelle übrig. Es gibt auch eine Legende, die sich um die Festung dreht. Darin heißt es, dass es einen Tunnel von dieser Festung zur nächsten gibt und die Menschen deshalb immer eine Fluchtmöglichkeit hatten.

In Bitche gibt es auch noch ein ehemaliges Lazarett, dass kurzzeitig ein Gefängnis war und heute eine Bücherei beinhaltet. An den Wänden des Gemäuers kann man immer noch Namen von Soldaten erkennen, die sich während ihrer Inhaftierung dort verewigt haben. Manche dieser Inschriften stammen noch aus den napoleonischen Kriegen.

Drei weitere beeindruckende Bauwerke sind das Franziskaner-Kloster, die evangelische Kirche, sowie die katholische Kirche. Die Franziskaner sind ein Bettelorden, deren Kloster in Bitche bis vor 20 Jahren bestand. Heutzutage beherbergt es mehrere Wohnungen.

Im Gegensatz zu vielen anderen anliegenden Städten gibt es in Bitche nur ein Haus im Jugendstil. Dieses wurde 1904 gebaut. Es gibt außerdem ein Fachwerkhaus mit einem stolzen Alter von über 400 Jahren!

Bitche erlebte viele Kriege, weshalb es auch eine gute Stadtbefestigung gab. Diese bestand unter anderem aus einer Stadtmauer und einem Weiher. Die Stadtmauer wurde nach dem 2. Weltkrieg abgeschafft und es gibt nur noch ein bestehendes Tor mit dem Namen „Straßburger Tor“ da es nach Straßburg führte. Der Weiher ist auch Namensgeber einer Kapelle die im Volksmund „Weiher Kapelle“ heißt. 

Nach dem lehrreichen Rundgang durch die Stadt gab es Mittagessen in der Kantine der Schule. Dieses läuft ganz anders ab als die Essensausgabe bei uns: Es gibt nur ein Gericht, aber man darf selbst entscheiden, wieviel man wovon möchte.

Es gab Cordon Bleu mit Kartoffeln, dazu Salat und zum Nachtisch Obst und Pudding sowie eine vegetarische Variante. Anschließend haben wir Zeit bekommen, um mit unseren Austauschpartnern an einem deutsch-französischen Projekt zu arbeiten. Dabei sollten wir den Lieblingsort von unserem Partner in der jeweils anderen Sprache vorstellen. Anschließend haben wir uns unsere Projekte gezeigt. Spätestens jetzt wurde auch deutlich, dass sowohl wir als auch die Franzosen teilweise unsere Probleme mit der jeweils anderen Sprache haben.

Am Ende des Tages waren wir alle erschöpft aber wir haben die Zeit in Bitche genossen und bleiben auch weiterhin mit unseren Austauschpartnern in Kontakt.

Hannah Kölker, 10b