Prävention
Präventionsarbeit wird am Helmholtz großgeschrieben, da wir uns bewusst sind, dass Schule weit mehr ist als Mathe, Englisch und Deutsch. Deshalb legen wir zum einen großen Wert auf die Stärkung der Sozialkompetenz unserer Schüler*innen und zum anderen möchten wir als medienaffine Schule unsere Schüler*innen beim Entdecken der digitalen Welt pädagogisch begleiten. Dementsprechend sind unsere Bausteine in den verschiedenen Jahrgangsstufen auch ausgerichtet:
In Klasse 5 steht für uns vor allem das Zusammenwachsen „unserer Neuen“ als Klassengemeinschaft im Vordergrund. Auf der Kennenlernfreizeit gleich zu Beginn der 5. Klasse finden in einer Jugendherberge hierzu erlebnispädagogische Aktionen statt.
Im zweiten Halbjahr findet Modul 1 unseres dreijährigen Projekts “Gemeinsam Klasse sein” statt, das die Klassengemeinschaft stärken soll. An den zwei Projekttagen stehen vor allem das Kennenlernen und Einüben von Kommunikationsregeln im Mittelpunkt. Im Rahmen des Themas “Richtig streiten lernen” wird als zentrales Element der Klassenrat eingeführt, der die Klasse die nächsten Jahre begleiten wird.
In Klasse 6 findet Modul 2 als zweitägiges Projekt statt. Hier steht die Prävention von Mobbing im Vordergrund. Ziel ist es, Verantwortung für sich und die Klassengemeinschaft zu übernehmen, Ausgrenzungen durch Mobbing zu erkennen, abzulehnen und zur Fairness zu erziehen. Ergänzt wird das Sozialcurriculum in dieser Klassenstufe durch den Besuch des interaktiven Theaterstücks “Total vernetzt – und alles klar?!“, das sich mit Chancen und Risiken der sozialen Medien auseinandersetzt. Um den Klassenrat nachhaltig zu stärken, werden in Kl.6 ausgewählte Schülerinnen und Schüler zu Klassenratsmoderator*innen ausgebildet.
Modul 3 wird in Klasse 7 eintägig durchgeführt. Im Zentrum stehen Rechte und Regeln im digitalen Raum sowie mögliche strafrechtliche Konsequenzen bei Zuwiderhandlungen. Durch Informationen und Interaktionsübungen zum Thema Cybermobbing sollen in der Klasse Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und indirekt Beteiligte eröffnet werden. An diesem Tag werden wir durch Herrn Sommerhalter, einem bundesweiten Referenten für Prävention und Medienberatung, unterstützt.
Ergänzend zu unserem Projekt bieten wir eine Social-Media Sprechstunde an, an die sich unsere Schüler:innen wenden können, wenn sie problematische und belastende Erfahrungen im Internet, in Messengern oder auf Social Media gemacht haben oder sich unsicher im Umgang mit diesen Medien fühlen. Die Sprechstunde soll einen geschützten, vertrauensvollen Rahmen schaffen, in dem diese Themen ernst genommen und besprochen werden können.
Ab Klasse 9 können sich unsere Schüler*innen zu Mentor*innen in Verkehrserziehung, Chormusik und Sport sowie als Betreuer*innen im Ganztagesbetrieb ausbilden lassen. Außerdem übernehmen Schüler*innen dieser Klassenstufen auch Patenschaften für die neuen Fünftklässler*innen, um ihnen das Ankommen in unserer Schulgemeinschaft zu erleichtern. Zusätzlich finden immer wieder Ausbildungen als Media Peers in Zusammenarbeit mit dem SMZ (Stadtmedienzentrum) statt. Dort werden Schüler*innen zu Mentorinnen ausgebildet, die Mitschüler*innen im Umgang mit digitalen Medien beraten.
In Klasse 10 findet das Sozialpraktikum statt. Hier hospitieren alle Schüler*innen für eine Woche in einer sozialen Einrichtung wie z.B. in Altenheimen, Behindertenwerkstätten, betreuten Wohnheimen, Krankenhäusern, Obdachlosenheimen oder in der Flüchtlingshilfe, um nur einige zu nennen. Durch die Verbindung der praktischen Erfahrungen am Einsatzort und der Reflexion im Religions- und Ethikunterricht soll die soziale Kompetenz erweitert und eine begründete Werthaltung aufgebaut werden.
