Wichtige Links


Schulportfolio

Zu unserem Schulportfolio geht es hier.


Mittagstisch

Der Caterer unserer Mensa ist SAUDER CATERING, der das Mittagessen täglich frisch bei uns anliefert.

Bestellt werden kann auf folgender Internetseite:
www.helmholtz-gymnasium-ka.inetmenue.de

Informationen zu Anmeldung und Bezahlung sind hier zu finden.



Mint-ec

Das Helmholtz-Gymnasium gehört zum MINT-ec-Netzwerk. Näheres finden Sie bei Bildungsangebote > MINT-ec und auf www.mint-ec.de.






Helmholtz Moodle

Hier geht es zu unserer Moodleseite.




"Berufs- und Studienorientierung"

Auf dieser Homepage findet man unter anderem wichtige Informationen zur Berufs- und Studienwahl in Karlsruhe.

www.karlsruher-weg.de



 


Kontaktdaten

Helmholtz-Gymnasium

Kaiserallee 6
76133 Karlsruhe

Telefon & Fax:

Tel. 0721 / 133 4518
Fax. 0721 / 133 4979


E-Mail:

info@helmholtz-karlsruhe.de


Die zehnte Klasse ging zu Ende und wir wurden vor die große Aufgabe gestellt, unsere Fächer für die Oberstufe zu wählen. Neben diversen Wahlfächern standen dabei die verschiedenen Seminarkurse zur Wahl und darunter auch ein ganz besonderer mit dem Titel "Wissenschaft und Verantwortung". Frau Rudolph und Herr Meyer hatten sich dafür ein neues Konzept überlegt, einen Seminarkurs, den man sowohl als Gesellschafts- als auch als Naturwissenschaft anrechnen lassen kann. Die Gründe dafür wurden bei Vorstellung der Themen, die uns im Laufe des kommenden Jahres erwarten würden, rasch offensichtlich: Wer war beispielsweise Schuld am Abwurf der Atombombe? Die Wissenschaftler, die diese erst ermöglicht hatten oder doch die verantwortlichen Politiker, wie Einstein behauptete? Bei wem liegt also eigentlich die Verantwortung für Wissenschaft und Technik und was ist Verantwortung überhaupt? Um solche Fälle bewerten zu können, mussten wir natürlich erst einmal einen Überblick über die gängigsten ethischen Systeme bekommen und dafür war Herr Meyer da.

Im Schnelldurchlauf lernten wir Aristoteles, Bentham, Mill, Kant, Jonas, Habermas und noch einige andere wichtige Philosophen kennen und wendeten unser Wissen an verschiedenen Fallbeispielen an. So waren wir alle schon einmal ein Straßenbahnfahrer, der sich zwischen einer Person, die er kennt und fünf Bauarbeitern entscheiden muss, bremsen ausgeschlossen. Doch neben der vielen Theorie zu Ethik und Wissenschaft (Was ist Wissenschaft? Wozu braucht man sie? Wie lief der Bau der Atombombe ab?) kamen wir auch in den Genuss von Exkursionen und besonderen Projekten, die uns einen Einblick in die Arbeit von Wissenschaftlern und Ethikbeauftragten gewährten und uns die Unterrichtsinhalte veranschaulichten. Zu Beginn des Schuljahrs schauten wir uns gemeinsam das Stück "Die Physiker" im Sandkorntheater an, das an sich vom Thema sehr gut passte, allerdings durch ein sehr pessimistischen Vortrag über die Menschheit und die "Slapstick-Inszenierung" (Zitat Meyer) etwas an Bildungswert verlor. Sehr beeindruckend war dafür die ZKM-Ausstellung „Exo-Evolution“, in der gezeigt wurde, was mit modernster Technik möglich ist und in naher Zukunft vermutlich möglich sein wird, z.B. leuchtende Katzen oder Mikroorganismen, die Plastik fressen. Nach einer sehr interessanten Führung hatten wir noch Zeit, uns auf eigene Faust die Installationen anzuschauen, Roboterblumen zu lenken oder tanzende Würfel zu bestaunen. Zwischendurch hatten wir auch immer mal wieder Unterricht, auch wenn dieser mit der Zeit stark abnahm, da wir die Zeit für Recherche und das Schreiben unserer Arbeit zu nutzen sollten. Die Themen der Gruppen waren beispielsweise Synthetische Biologie, Human Enhancement, Infektiologie oder Autonomes Fahren. Hin und wieder hielten wir Rücksprache über unseren Fortschritt, was sehr unterschiedlich gut klappte und sprachen allgemein über formale und notentechnische Fragen. Eine große Hilfe fast während der gesamten Zeit des Schreibens unserer Arbeiten war die Kooperation mit dem ITAS (Institut für Technikfolgenabschätzung), bei denen wir erst ein einführendes Gespräch hatten und dann jede Gruppe einen eigenen Betreuer bekam, der als Ansprechperson für das Themengebiet die Arbeit unterstützte und Fragen beantwortete. Außerdem war es sehr interessant zu sehen, als was man später im Bereich der Wissenschaftsethik eigentlich alles arbeiten kann, auch wenn uns mehrfach versichert wurde, wie hart der Job eigentlich ist. Die Gruppen zu Autonomes Fahren und Mikroalgen hatte auch noch die Möglichkeit, mit KIT und dem FZI (Forschungszentrum Informatik) zusammen zu arbeiten und sich die Forschung teilweise in der Praxis anzuschauen. Später, als wir alle zumindest theoretisch schon voll beschäftigt waren mit Schreiben, hatten wir die Ehre, eine Stunde mit Frau Hein, Ärztin und Mitglied im Ethikrat des Krankenhauses, zu erleben. Das Thema der Stunde war im Großen und Ganzen Verantwortung in der Medizin, im Speziellen aber die Organspende. Denn wie definiert man, wann ein Mensch tot ist? Wie sicher ist der Hirntod als Todesmerkmal und ist es verantwortbar, seinen Verwandten die Entscheidung zu überlassen? Ein neues Thema war es sicherlich nicht für uns, trotzdem war die Diskussion sehr interessant und Frau Hein konnte uns als Ärztin viele wichtige Fragen beantworten. Gegen Ende der Zeit wurde es für die eine oder andere Gruppe etwas stressig, aber insgesamt klappte alles gut und wir präsentierten unsere Arbeiten den Mitschüler*innen, um optimal für das Kolloquium vorbereitet zu sein. Als Teilnehmer des Seminarkurses kann ich allen zukünftigen Oberstüflern nur empfehlen, den Kurs zu belegen, wenn sie viele interessante Dinge lernen und erleben wollen, auch wenn das Schreiben der Arbeit letztlich doch sehr viel Aufwand ist. Unsere kleine Gruppe hatte sehr viel Freude und unsere Lehrer waren wirklich engagiert und kompetent, sodass der Unterricht immer Spaß machte und wir auch fast immer wussten, was wir zu tun hatten. Danke dafür!


Luise Wahl


Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg
Inhalte Unterricht Seminarkurse Seminarkurs Wissenschaft und Verantwortung