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Studienfahrt Genf mit Herrn Graf und Frau Rudolph


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Ode an das Higgs-Boson


Schokoladen-Museen haben ja schon einen ganz eigenen Reiz. Ohne Zweifel: Schokolade! Oder um genauer zu sein: der Verkostungsraum. „Nur mal schnell probieren…“ - Quasi All-You-Can-Eat auf Schweizerisch. Oder: „Nimm, was du kriegen kannst!“, Strapazierungsproben für einen jeden Magen. Mindestens ebenso reizvoll ist es allerdings, diejenigen zu beobachten, die sich gerade genüsslich mit feinster Crémant-Schokolade den Bauch vollschlagen oder summend zwischen Chocmel und Ravon Lait auf- und abspazieren. Und dann trifft einen die Erkenntnis wie ein Blitz: Für eine Physik-Studienfahrt verhalten sich hier die meisten eigentlich ziemlich… menschlich. Aber der Reihe nach.




Der Besuch im Schokoladen-Museum im malerischen Broc (zumindest wäre es wohl malerisch, stünde dort nicht ein gigantischer, grauer Nestle-Fabrikkomplex) bildete nämlich nur den Abschluss der lustigen Reise. Das änderte jedoch nichts daran, dass diese Stippvisite unsere ohnehin gute Stimmung, welche lediglich zwischenzeitlich unter den Schweizer Infrastruktur- und Ausschilderungskünsten zu leiden hatte, nochmals zu versüßen wusste. Es wäre jedoch keine Studienfahrt des Physik-LKs (und einer Handvoll Normalsterblicher) gewesen, wenn das eigentliche Hauptziel nichts mit Protonenstrahlen, Neutrinos, Higgs-Bosonen oder doch bitte wenigstens etwas mit dem Urknall zu tun gehabt hätte. Kurzum: Es ging zum CERN.


Auf dem Hinweg am Montag wurde bei der Gelegenheit das erste Atomkraftwerk der Schweiz abgeklappert – immerhin gab es etwas zu essen. Gelohnt hat sich dieser Stopp jedoch ebenso dank der herrlich diskussionsfreudigen und objektiven Führerin: Flugzeugabstürze, Zwischenfälle, Super-Gau?! - „Ach was, bei uns doch nicht. Wir sind Schweizer!“


Von wegen! Am gleichen Abend trat nämlich genau dieser Super-Gau ein. Und zwar beim Blick auf die Preisschilder der lokalen Kebabbuden in Genf: 12 Franken für einen Döner? „Wie sollen wir diese Woche nur überleben?“ mögen sich viele gefragt haben – aber um die Spannung vorweg zu nehmen: Zum Hungertod ist es dann überraschenderweise doch nicht gekommen. Dafür sorgten die reichlichen Mahlzeiten in unserer schönen Jugendherberge. Naja, „unsere“ trifft es wohl nicht wirklich – immerhin wurden die Mädchen in eine enge Absteige vier Blöcke weiter verlegt und durften sich mit Banalitäten wie Platzmangel, Lärmbelästigung und akutem Frühstücksmangel auseinandersetzen. Ungeachtet davon trifft jedoch auch die Beschreibung „schön“ in diesem Sinne nicht auf „unsere“ JuHe zu. Direkt am Genfer See gelegen und nur wenige Minuten Fußmarsch von der Innenstadt entfernt, war besagte Unterkunft zwar definitiv zweckdienlich und für unsere Bedürfnisse eigentlich wirklich perfekt, doch schön, das war sie nicht. Dafür gab es unbegrenztes und kostenloses W-lan, was die meisten über die optischen Defizite des Hauses hinwegtrösten konnte.


Den Erwartungen zuwider, dass man auf einer Physik-LK-CERN-Urknall-Studienfahrt auch wirklich die gesamte Zeit am CERN verbringen würde, widmeten wir uns gleich am ersten Tag völlig nebensächlichen Aufgaben wie beispielsweise der Schaffung des Weltfriedens. So unwirklich es auch klingen mag: Wir - die Physiker (und eine Handvoll normaler Menschen) – machten uns auf den Weg zum europäischen Sitz der UNO, wo wir mit einer super Führung empfangen wurden. Und spätestens beim preiswerten Essen ist bei diesem Programmpunkt wirklich niemand zu kurz gekommen! Anschließend wurde noch am See entspannt, Fußball gespielt oder auf ganz konventionelle Art und Weise die Altstadt zu Fuß erkundet.


Und dann kam er. Der erste Tag am CERN. In Gruppen wurden zunächst die Grundlagen für den weiteren Besuch geschaffen. In anderen Worten: Man scheuchte uns durch diverse Standard-Ausstellungen. Hervorzuheben ist dabei der noch junge „Globe“ – ein hölzerner Nachbau der Reichstagkuppel (nicht nur in Asien wird kopiert!), der es uns besonders angetan hat. Wirklich beeindruckend, wie anschaulich und überzeugend die Forschungsarbeiten des CERNs dort aufbereitet worden sind. Bereits im Eingang werden einem große Fragen wie „Wer sind wir?“ oder „Wie funktioniert die Welt?“ entgegengezwitschert. Fragen, auf welche man – oh Wunder! – in diesem Meisterwerk pädagogischer Museumsbaukunst nur leider keine Antworten erhält. Man kann ja nicht alles haben…


Dagegen verlief der zweite Tag am CERN ganz anders. Mit dem Bus wurden wir raus in die Wildnis chauffiert – dorthin, wo die wahren Helden unserer Zeit kämpfen; dorthin, wo eine jede Entdeckung die Welt verändert… Ja, es ging zum CMS-Detektor. In kleinen Gruppen begaben wir uns auf die mehrstündige Führung durch die Tiefen der Tunnelsysteme – ein Paradies für jeden Technik-Fanatiker! Allein der Anblick der riesigen Serverräume brachte mehr Augen zum Strahlen, als es sämtliche Atomkraftwerke des Landes vermocht hätten. Und dann, urplötzlich, hatten wir unser Ziel erreicht. Vom einen Augenblick auf den nächsten ging ein andächtiges „Ah“ durch unsere Reihen – ein Prachtstück von Detektor hatte sich vor uns aufgebaut. Wow! 16 Meter im Durchmesser, über 12.000 Tonnen schwer… und SO VIEL TECHNIK!! Da kann sich schon einmal selbst bei den routiniertesten Physikern unter uns der Unterkiefer verselbstständigen. Immer noch komplett im Bann dieses Meisterwerks menschlicher Schöpfung wurden selbstverständlich noch die obligatorischen Gruppenfotos und auch das ein oder andere Profilbild geschossen, bevor wir uns dann auch schon – viel zu schnell – von dem erhabenen Anblick des CMS abwenden mussten.


Und dann sitzen wir auch schon wieder im Bus, gerade das Schokoladen-Museum gut beladen verlassen und auf direktem Weg in die Heimat. Was für eine intensive Woche! In nur fünf Tagen haben wir einen ganz eigenen Blick auf die Schweiz gewonnen, haben einzigartige Einblicke in die Welt der Wissenschaft erhalten, haben den Vereinten Nationen einen Besuch abgestattet, haben zu später Stunde heiß umkämpfte Fußballspiele bestritten, sind viel gelaufen, haben viel gegessen, wenig geschlafen, aber - alles in allem - jede Menge Spaß gehabt! Was bleibt also neben einem überfüllten Magen („Locker-luftig-zarte Vollmilch-Schokolade“ – von wegen)? Die Erinnerung an eine tolle Woche in einer wunderbaren Gruppe mit einem super Lehrer-Team. Und eine Erkenntnis:


42.


Liebe Frau Rudolph, lieber Herr Graf, vielen Dank dafür! Und weil wir Physiker ja leider immer noch mit dem Vorurteil zu kämpfen haben, wir wären künstlerisch und emotional eingeschränkte Urknall-Fetischisten, haben wir über die gesamte Genffahrt noch ein Gedicht geschrieben. Jawoll, ein GEDICHT. Eines, das unsere tiefen Gefühle dem Higgs-Boson und allen anderen, liebenswerten Elementarteilchen gegenüber ausdrücken soll. Ein Gedicht, die Schönheit der CERN-Detektoren zur rühmen und lobpreisen, mit den zarten Klängen lyrischer Poesie. Voila:


Ode an das Higgs-Boson


In den frühen Morgenstunden,

dunkel wars am Himmelszelt,

und die ganze, graue Welt,

nur vom Trischan-Bus erhellt,

durch die Schulpflicht streng gebunden,

warten Dreißig an der Zahl,

denn Physik war ihre Wahl,

doch auch wer es abgewählt,

wird nun bald am CERN gequält.


Higgs-Boson, oh Higgs-Boson,

warte noch, wir eilen schon!

Du verleihst den Teilchen Masse,

darum baute man am See,

Zwischen Wiesen voller Klee,

den Detektor, der dich fasse!


Neune wars, und es ging los,

Allseit´s war die Freude groß,

erst durch Kalrsruh´s enge Gassen,

Deutschland südwärts zu verlassen,

an der Grenze angelangt,

auf ins unbekannte Land!


Sieh nur dort, am Horizont,

Ein Vulkan, ein Magma-Berg?

Nur Herr Graf weiß es gekonnt:

„Das ist ein Atomkraftwerk!“


Higgs-Boson, oh Higgs-Boson,

warte noch, wir eilen schon!

Harren noch im KKW,

Essen ist hier echt OK,

Bald sind wir mit dir vereint,

was Herr Graf zumindest meint....


Reichlich kostenloses Tafeln,

Danach subjektives Schwafeln,

Warum Kernkraft ach so toll ist,

Sonn´ und Wind dagegen Mist.


Dass Atomkraft sauber wär´

Irritierte uns schon sehr,

Auch der preisliche Aspekt,

blieb den meisten doch suspekt.


Und der Trip ging munter weiter,

alles strahlte glücklich heiter,

sahen schon den Genfer See,

und der Alpen Gipfel-Schnee.


Erstmal geht’s zum Stadt-Erkunden,

Lidl-Fraß tut allen munden,

teuer ist der Döner hier,

fast so teuer wie das Bier.


Und schon graut der nächste Morgen

alles drängt, was Beine hat,

- dreißig Schüler, schlapp und matt -

sich ein Frühstück zu besorgen.

Doch dem ganzen Tag gibt Kraft

der Fairtrade-Orangensaft!


Jakob Moritz, Ellen Schlunck, Johannes Scherm






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