Fahrradkino: Schülerinnen und Schüler erzeugen ihren eigenen Strom 

„Jetzt bloß nicht langsamer werden, sonst wird die Anzeige wieder rot!“, ruft Linda, während alle in die Pedale treten. So startete am Montag, den 12.01.2026, ein Projekttag der klimaneutralen Schule, bei dem Muskelkraft zur Energiequelle für ein Fahrradkino wurde. Dafür stiegen zwei 10er-NWT-Lerngruppen von Frau Schnaus und Herrn Springer sowie den NWT-Basiskurs von Herrn Hüser in die Pedale, um genug Energie zu erzeugen, um den Film „Minions“ anzuschauen.

Dabei stand der Projekttag am Morgen zunächst unter einem Fragezeichen. Eisregen war gemeldet, und lange war unklar, ob überhaupt genügend Fahrräder zusammenkommen würden. Umso größer war die Erleichterung, als schließlich genügend Fahrräder zur Verfügung standen. Der Aufbau wurde anschließend von Herrn Schickel und Frau Schnaus souverän gemeistert. Diese Fahrräder wurden an Generatoren angeschlossen, sodass jede Pedalumdrehung elektrische Energie erzeugte. Ein externer Akku sorgte dafür, kurzfristige Stromschwankungen auszugleichen. Den technischen Hintergrund erklärte Herr Rolf Behringer von „Solare Zukunft Freiburg“, der den Aufbau und die Funktionsweise der Anlage anschaulich vorstellte. „Strom entsteht nicht von selbst – man muss ordentlich dafür arbeiten“, machte er den Teilnehmenden schnell klar.

Während der Film lief, zeigte eine Wattanzeige auf der Leinwand, wie viel Energie gerade erzeugt wurde. Rot bedeutete zu wenig Strom, Grün eine stabile Versorgung. Damit die Anzeige möglichst lange im grünen Bereich blieb, wechselten die Schülerinnen und Schüler alle 5 bis 15 Minuten an den Fahrrädern. Jede und jeder musste mindestens einmal selbst in die Pedale treten. „Man merkt erst hier, wie anstrengend Stromerzeugung wirklich ist“, stellte Daniel fest.

Trotz des großen Engagements reichte die selbst erzeugte Energie nicht vollständig aus. Rund 30 % des zusätzlichen Akkus wurden benötigt. Ursachen dafür waren vor allem, dass die Fahrräder gegen Ende nicht mehr dauerhaft besetzt waren. Die Erfahrung machte dennoch deutlich, wie schwierig es ist, über längere Zeit konstant Energie bereitzustellen.

Nach dem Film ging es spielerisch weiter: Bei verschiedenen fahrradbetriebenen Spielen, darunter ein Ping-Pong-ähnliches Spiel und ein Fahrrad-Rennspiel, traten die Schülerinnen und Schüler gegeneinander an.

Vielen Dank an Frau Kropp (Stadt Karlsruhe) von der Klimaneutralen Schule, die die Aktion finanziell ermöglicht hat. 

Maja 10d

Fotos: Odette Schaus und Axel Schickl