Bundesfinale

Von der Knobelaufgabe ins Bundesfinale – Lukas Zhang überzeugt bei „Chemie – die stimmt!“

Obwohl er erst die 8. Klasse besucht, trat Lukas Zhang beim Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ als „Frühstarter“ in der Wertung der 9. Klassenstufe an – und qualifizierte sich mit herausragenden Leistungen für das Bundesfinale.

Bereits im Herbst hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Ende November Zeit, anspruchsvolle Aufgaben aus den unterschiedlichsten Bereichen der Chemie zu bearbeiten.

Mit großem Erfolg meisterte Lukas Zhang diese erste Hürde. In der anschließenden Landesrunde in Stuttgart setzte er sich gegen die Konkurrenz aus Baden-Württemberg durch und wurde als bester Teilnehmer des Landes ausgezeichnet – eine bemerkenswerte Leistung, da er sich gegen überwiegend ältere Mitbewerber behauptete.

Der nächste Meilenstein folgte vom 9. bis 12. Juni bei der Regionalrunde Süd an der Technischen Universität Darmstadt und im Juniorlabor der Merck-Gruppe. Dort trafen sich die erfolgreichsten Chemietalente aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Das Programm hatte es in sich: Neben einer dreistündigen theoretischen Klausur mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können in einem anspruchsvollen Laborpraktikum unter Beweis stellen. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit spannenden Experimenten u.a. im Science-Pop-Up-Labor in der Darmstadter Innenstadt und einem gemeinsamen Stockbrotabend sorgte zudem für Gelegenheiten, sich auch außerhalb des Wettbewerbs kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Auch hier startete Lukas als Achtklässler in der Wertung der Klassenstufe 9 – und überzeugte auf ganzer Linie: Im Theoriewettbewerb der Klassenstufe 9 erreichte er den 1. Platz, im Praxiswettbewerb den 2. Platz. 

Mit diesem Erfolg hat sich Lukas für das Bundesfinale qualifiziert, das Ende September in Leipzig stattfinden wird. Dort werden die besten Nachwuchschemikerinnen und -chemiker Deutschlands aufeinandertreffen. Dann zählt allein die eigene Leistung: In einer weiteren theoretischen Klausur und im Labor gilt es ein letztes Mal, analytisches Denken, experimentelles Geschick und einen kühlen Kopf zu beweisen. Gelingt dies erneut, winkt der Titel des Bundessiegers.

Wir gratulieren Lukas herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und wünschen ihm für das Bundesfinale viel Erfolg – möge die Chemie auch in Leipzig wieder stimmen!

Text: Dr. Doris Wolff    

Alina Danylevska

Alina Danylevska bei der Juniorakademie Adelsheim angenommen

Jedes Jahr dürfen die Schulen eine Schülerin oder einen Schüler der Klassen 8 oder 9 für die Juniorakademie Adelsheim vorschlagen. Die Akademie ist für Schüler und Schülerinnen gedacht, die bezüglich ihres Intellekts, aber auch in Bereichen wie sozialer und emotionaler Intelligenz eine besondere Befähigung mitbringen und darüber hinaus eine ausgeprägte Leistungsmotivation und Anstrengungsbereitschaft aufweisen (so heißt es auf der Internetseite der Akademie)

 Unsere Schule hat dieses Jahr Alina Danylevska aus der Klasse 9b vorgeschlagen und sie wurde angenommen! Das Programm besteht aus drei Teilen, einem Eröffnungswochenende Ende Juni, einer zweiwöchigen Akademie im August/September und dem Abschlusswochenende im Oktober.                                                                 

Alina war beim Eröffnungswochenende und berichtet davon folgendes:

Am vergangenen Wochenende durfte ich am Eröffnungswochenende der Jugendakademie Adelsheim teilnehmen. Ich habe mich für den Kurs „Pharmazie/Chemie “ entschieden, da ich mich schon lange sehr für Chemie interessiere. In diesem Kurs geht es um die Entwicklung eines Medikaments. Dabei lernen wir die verschiedenen Entwicklungs- und Testphasen. Geleitet wurde unser Kurs von Jana Brüßler, einer Apothekerin, die heute beim Deutschen Apotheker Verlag arbeitet, Dr. Christian Raab, einem promovierten Apotheker aus der pharmazeutischen Forschung, sowie Julian Gerblinger, einem ehemaligen Teilnehmer der Jugendakademie und heutigen Juniorbetreuer. Alle drei waren sehr freundlich, engagiert und haben den Kurs spannend gestaltet. Bereits am Freitag und Samstag konnten wir erste praktische Erfahrungen im Labor sammeln und erhielten eine Einführung in die organische Chemie. Besonders interessant fand ich, dass wir nicht nur theoretisch etwas über die Entwicklung von Medikamenten gelernt haben, sondern auch selbst experimentieren durften.

Das Wochenende war auch abseits der Kurseinheiten durch ein umfangreiches Programm geprägt.  Jeden Morgen und jeden Abend gab es ein gemeinsames Plenum mit allen Teilnehmenden. Dazwischen folgten die Kurseinheiten, gemeinsame Mahlzeiten und weitere Programmpunkte, wie die Campus-Rallye, sodass der Tagesablauf immer gut gefüllt war. 

Insgesamt hat mir das Eröffnungswochenende sehr gut gefallen. Ich habe viel Neues über Chemie und Pharmazie gelernt, interessante Menschen kennengelernt und mich in der freundlichen Atmosphäre sehr wohlgefühlt. Jetzt freue ich mich besonders auf die zweiwöchige Akademie in den Sommerferien. Dort werden wir intensiver im Labor arbeiten und gemeinsam an der Entwicklung eines eigenen Projekts mitwirken.

Text: Alina Danylevska

Lukas Yuchen Zhang

Lukas Yuchen Zhang vom Helmholtz-Gymnasium wurde beim Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ mit der Sonderauszeichnung als bester Achtklässler Deutschlands geehrt. Wir gratulieren herzlich zu diesem herausragenden Erfolg!

Text und Bild: Dr. Doris Wolff

PikoPark in Planung

Gemeinsam für mehr Natur in der Kaiserallee

Auf der Grünfläche vor der Christuskirche soll ein PikoPark entstehen. Beim Planungsworkshop am 08.05.2026 im Helmholtz-Gymnasium kamen Bürgerinnen, Vertreterinnen und Vertreter des Gartenbauamts, der Christuskirchengemeinde, des Naturparks Schwarzwald sowie Schülerinnen und Schüler des FreiDay-Projekts zusammen, um Ideen für einen naturnahen Stadtraum in der Kaiserallee zu entwickeln. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement der FreiDay-Schülergruppe, die mit einer E-Mail an das Gartenbauamt den Anstoß für das gesamte Projekt gegeben hatte.

Frau Angelika Elsener und Herr Adrian Ballbach vom Gartenbauamt stellten zunächst das Konzept der PikoParks vor: kleine, etwa 400 m² große, aber hochwirksame grüne Rückzugsräume für Mensch und Natur. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen könnten solche PikoParks Orte für Austausch, Erholung und gemeinschaftliches Erleben werden. Darüber hinaus erläuterte Herr Ballbach das Prinzip der sogenannten Grünvernetzung. Einzelne naturnahe Flächen, wie z.B. PikoParks innerhalb einer Stadt seien für viele Insekten wie kleine Inseln. Durch diese Vernetzung entstehe langfristig ein ökologisches Netzwerk innerhalb der Stadt, dass die Biodiversität fördert und zugleich das Stadtklima verbessert.

Im Anschluss präsentierten Schülerinnen und Schüler des Helmholtz-Gymnasiums ihre umfangreichen Vorarbeiten aus dem Projektunterricht „FreiDay“. Für die Jugendlichen war es der erste öffentliche Vortrag vor einem größeren Publikum. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es für die Schülerinnen und Schüler ist, sich aktiv in Planungsprozesse einzubringen, ihre eigenen Vorarbeiten vorzustellen und unmittelbar zu erleben, dass daraus konkrete Projekte entstehen, die sie mitgestalten können. Schließlich werden solche Entscheidungen sonst nur von Erwachsenen getroffen, betonten Frida und Mia, aber wir wollen auch unsere Perspektiven auf eine nachhaltige Stadtgestaltung einbringen.

Liam und seine FreiDay Gruppe hatte die Fläche vor der Christuskirche bereits im Vorfeld kartiert und ein mehrwöchiges Monitoring durchgeführt. Dabei wurden Pflanzenarten, Insektenvorkommen, Vegetationsstruktur sowie Nutzung und Belastung der Fläche systematisch erfasst. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch, den 06.05., gemeinsam mit dem Geoökologen Michael Bott vom Institut für Botanik und Landschaftskunde besprochen. Besonders deutlich wurde dabei, welche Lebensbedingungen bereits vorhanden sind und welche ökologischen Strukturen noch fehlen.

Auf dieser Grundlage lassen sich gezielt Mikrohabitate entwickeln, etwa Totholzbereiche, Steinhaufen, Sandflächen, Trockenmauern. Genau hier setzten Ella, Mia, Mayla, Nele und Frida an, die sich intensiv mit den Lebensraumansprüchen von Insekten im Sandarium beschäftigte. Ein Sandarium ist eine speziell angelegte, offene Sandfläche, die als Nist- und Lebensraum für bodenbrütende Wildbienen und andere Insekten dient. Viele dieser Arten sind auf ungestörte, lockere Böden angewiesen und bauen ihre Nester direkt im Erdreich. Gleichzeitig benötigen sie nahegelegene Blühpflanzen als Nahrungsquelle, da sie nur kurze Distanzen zwischen Nistplatz und Nahrung zurücklegen können. Die Kartierung zeigte jedoch, dass solche Futterpflanzen auf der Fläche vor der Christuskirche bislang kaum vorhanden sind.

Ergänzend dazu haben zwei weitere Schülergruppen wichtige Bausteine vorbereitet: Jona, Finn und Diar haben gemeinsam mit dem Waldklassenzimmer Karlsruhe ein Insektenhotel gebaut, während Louis, Mika und Gustav Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge und Igel entwickelt haben. Ein zentrales Ziel dieser Teilprojekte ist es zu untersuchen, ob solche künstlichen Strukturen in einem naturnah gestalteten Lebensraum tatsächlich benötigt und angenommen werden oder ob die Tiere dort bereits ausreichend natürliche Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten finden.

Nach dieser vielseitigen Inputphase und einer kleinen Stärkung ging es in altersgemischten Gruppen in die konkrete Planungsarbeit. In intensiven Diskussionen wurden erste Gestaltungsideen entwickelt und weitergedacht.

Herr Ballbach erläuterte abschließend, wie die eingebrachten Ideen nun Schritt für Schritt in die weitere Planung einfließen sollen. Frau Elsener stellte zudem in Aussicht, dass bereits im Laufe dieses Sommers erste sichtbare Elemente des PikoParks umgesetzt werden könnten. Damit werde aus den Ideen der Schülerinnen und Schüler noch in diesem Schuljahr ein konkreter Beitrag für mehr Natur und Aufenthaltsqualität in der Kaiserallee.

Text und Bilder: Dr. Doris Wolff

Biologie- und Chemie-Olympiade

Erfolg beim Landesseminar der Biologie- und Chemie-Olympiade: Zwei Helmholtz-Schüler unter den Besten

„Als ich erfahren habe, dass ich es unter die besten 20 in Baden-Württemberg geschafft habe, war ich erstmal ziemlich überrascht“, erzählt Kilian Gschwind (K2).
Auch Lukas Zhang (Klasse 8d) erinnert sich: „Für mich war das ein riesiger Moment, vor allem in Klasse 8 schon so weit zu kommen, in einem Chemie Wettbewerb der für Oberstufenschülerinnen und -schüler ausgelegt ist.“

Beide qualifizierten sich im Rahmen der Internationalen Biologie Olympiade (IBO) bzw. der Internationalen Chemie Olympiade (IChO) für das Landesseminar.

Vom 30. Januar bis 1. Februar 2026 ging es für insgesamt 40 ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg nach Heilbronn und für die Chemikerinnen und Chemiker anschließend noch nach Stuttgart.
„Man hat sofort gemerkt: Alle hier haben richtig Lust auf Naturwissenschaften“, beschreibt Lukas die Stimmung.

Der gemeinsame Auftakt des Seminars fand am Freitag im Kubus der Experimenta statt. Dort erhielten die Teilnehmenden einen spannenden Einblick in aktuelle Forschungsthemen rund um den diesjährigen Nobelpreis für Medizin. Im Mittelpunkt standen die sogenannten regulatorischen T-Zellen, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Immunsystems spielen.

Im Anschluss folgte eine Führung durch den Maker Space sowie das Jugendforschungszentrum. Der Rest des Abends diente dem Kennenlernen und Austausch.  Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Heilbronn.

Der Samstag stand ganz im Zeichen praktischer Laborarbeit. Für Kilian, der das Biologie-Programm absolvierte, bedeutete das v.a. forschen am Nervensystem. Mithilfe eines Simulationsprogramms konnten Kilian elektrische Prozesse im Nervensystem untersuchen. Dazu führte er Messungen an verschiedenen Bereichen von Nervenzellen durch, etwa am Axon und am Soma, und analysierten erregende sowie inhibitorische postsynaptische Potenziale (EPSP/IPSP). Besonders anschaulich wurde die räumliche und zeitliche Summation von Signalen dargestellt. Zudem konnten er die Hebb’sche Lernregel nachvollziehen, die beschreibt, wie sich synaptische Verbindungen durch häufige Aktivierung verstärken.

Im praktischen Teil wurde ein Querschnitt eines Schweinerückenmarks untersucht. Kilian entnahmen Proben aus dem Bereich der grauen Substanz, bereiteten diese auf einem Objektträger auf und färbten sie mit Ethylenblau an. Anschließend wurden die Präparate unter dem Mikroskop analysiert. So erhielten die Teilnehmenden einen direkten Einblick in die Struktur und Organisation von Nervengewebe.

Parallel zu den biologischen Experimenten fand an der Experimenta ein abwechslungsreiches Chemie-Programm statt. In einem Chemie Laborkurs beschäftigten sich Lukas intensiv mit dem Thema Titration. Am Abend ging es für ihn weiter nach Stuttgart in die Jugendherberge, wo nach dem Abendessen eine Einführung in das Experiment des folgenden Tages stattfand.

Am Sonntag wurde dann eigenständig im Labor des Naturwissenschaftlichen Zentrums Azenberggearbeitet: Lukas synthetisierte Fluorescein und untersuchte dieses mithilfe eines UV-Vis-Spektrometers. Anschließend stellte er Fluoresceintetrabromid her und verglich die Stoffe photometrisch. Neben der praktischen Durchführung gehörte auch die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse zu den Aufgaben.

„Es war anstrengend, aber richtig cool“, fasst Lukas zusammen.
Kilian ergänzt: „Man lernt unglaublich viel. Vieles hatten wir schon im Bio LK, aber es ist nochmal ganz anders, wenn man selbst Versuche zu Nervenzellen durchführt.“

Das Landesseminar war für beide eine spannende Erfahrung.

Hier finden Sie mehr zu den Internationalen Chemie– und Biologie Olympiaden.

Dreck-weg-Wochen

Einsatz für bessere Wasserqualität rund um unsere Schule

Im Rahmen der „Dreck-weg-Wochen“ haben wir, die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse des Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe, im NwT-Unterricht einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Passend zu unserem aktuellen Unterrichtsthema „Wasserqualität“ waren wir in Kleingruppen rund um unsere Schule unterwegs und haben Müll gesammelt, vor allem sehr viele Zigarettenstummel.

Schon nach einer halben Stunde hatten wir zwei volle Mülltüten. Besonders erschreckend fanden wir die große Menge an Zigarettenresten, die einfach achtlos auf dem Boden lagen.

Gerade Zigarettenstummel sind nämlich besonders schädlich für die Umwelt. Die Filter bestehen aus Kunststoff (Celluloseacetat) und bauen sich nur sehr langsam ab. Außerdem enthalten sie viele giftige Stoffe wie Nikotin, Schwermetalle (z. B. Blei und Cadmium) sowie weitere Chemikalien aus dem Tabakrauch. Wenn es regnet, werden diese Stoffe aus den Stummeln herausgewaschen und gelangen in den Boden und in Gewässer. Dabei kann ein einziger Zigarettenstummel bis zu 40–60 Liter Wasser verunreinigen. Auch für Tiere, besonders kleine Lebewesen im Boden und im Wasser, sind diese Stoffe gefährlich oder sogar tödlich. Manche Tiere verwechseln Zigarettenstummel auch mit Nahrung.

Durch unsere Aktion haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, seinen Müll richtig zu entsorgen. Gerade beim Thema Wasserqualität sieht man, dass schon kleine Dinge große Auswirkungen haben können. Deshalb sollte jeder darauf achten, Müll nicht einfach wegzuwerfen – so kann man ganz einfach einen Beitrag für eine saubere und gesunde Umwelt leisten.

Magdalena John und Florentine Widder 8b

Trinationalen Schülerkongress

Internationale Inspiration: Junge Talente treffen sich beim Trinationalen Schülerkongress der Naturwissenschaften und Technik in Offenburg

Frau Wolff:
Max, du warst Ende Januar 2026 beim Trinationalen Schülerkongress der Naturwissenschaften und Technik an der Hochschule Offenburg. Wie war das für dich?

Max: Es war super spannend! Jedes Jahr treffen sich über 150 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, um ihre Projekte vorzustellen. Für mich war es die erste Teilnahme, und ich fand es sehr interessant, einen internationalen, naturwissenschaftlichen Schülerkongress kennenzulernen. Besonders beeindruckend waren die zweisprachigen Schülervorträge, die das internationale Profil des Kongresses sichtbar machten

Frau Wolff: Wie ist der Ablauf eines solchen Kongresses?

Max: Der Kongress ging über zwei Tage. Es gab viele Vorträge von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Expertinnen und Experten und Laborführungen durch verschiedene Fachbereiche der Hochschule. Am zweiten Tag kamen zusätzlich noch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft wie Isabelle Wolf, die Beraterin des Rektors der Académie de Strasbourg, Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und Stephan Trahasch, Rektor der Hochschule Offenburg.  

Frau Wolff: Was genau war dein Kongressbeitrag?

Max: Ich habe mein Projekt ReinAir – Feinstaub sichtbar präsentiert. Es geht um einen Sensor, der Feinstaub in der Luft messen kann. Feinstaub ist in hohen Konzentrationen schädlich für Menschen und Umwelt. Ich habe verschiedene Messergebnisse gezeigt, zum Beispiel dass an Silvester die Feinstaubwerte durch Feuerwerk stark ansteigen und dass Holzheizungen ebenfalls viel zur Belastung beitragen.

Frau Wolff: Max, du bist ja in der 7. Klasse und im zweiten Lernjahr Französisch. Wie war es für dich, auf dem Kongress zweisprachige Vorträge zu hören und dich vielleicht selbst auf Französisch auszudrücken?

Max: Am Anfang war ich schon ein bisschen nervös, aber es kommt gar nicht so sehr auf die perfekte Grammatik an. Viel wichtiger ist, dass man seine Ideen vermittelt und seine Begeisterung zeigt. Klar, fehlt einem auch Fachvokabular, aber dafür gibt es ja Übersetzungs-Apps.  Mir hat außerdem geholfen zu sehen, dass es den anderen genauso ging, die wenigsten beherrschen die Sprache des Nachbarn perfekt. Trotzdem konnten wir uns alle irgendwie verständigen, und das hat mich sehr gelassen gemacht.

Frau Wolff: Was hat dir persönlich am besten gefallen?

Max: Mich hat besonders die Vielfalt der Projekte fasziniert. Einige entstanden im Unterricht, in manchen Projekten haben die Schülerinnen und Schüler sogar länderübergreifend zusammengearbeitet. Es war spannend zu sehen, wie sich die Schulsysteme in Frankreich und der Schweiz von unserem unterscheiden. Außerdem gab es wirklich beeindruckende Jugend forscht-Projekte!

Frau Wolff: Was nimmst du aus dem Kongress mit nach Karlsruhe?

Max: Für mich war es ein großartiges Erlebnis! Ich bin voll motiviert, meine Arbeit an ReinAir weiterzuentwickeln. Ich habe viele Ideen und Anregungen bekommen.

Frau Wolff: Vielen Dank, Max, für das Gespräch.

Max: Ich danke Ihnen, Frau Wolff, für Ihre Unterstützung und Begleitung zum Kongress.

Max Rekett Klasse 7

Fahrradkino: Schülerinnen und Schüler erzeugen ihren eigenen Strom 

„Jetzt bloß nicht langsamer werden, sonst wird die Anzeige wieder rot!“, ruft Linda, während alle in die Pedale treten. So startete am Montag, den 12.01.2026, ein Projekttag der klimaneutralen Schule, bei dem Muskelkraft zur Energiequelle für ein Fahrradkino wurde. Dafür stiegen zwei 10er-NWT-Lerngruppen von Frau Schnaus und Herrn Springer sowie den NWT-Basiskurs von Herrn Hüser in die Pedale, um genug Energie zu erzeugen, um den Film „Minions“ anzuschauen.

Dabei stand der Projekttag am Morgen zunächst unter einem Fragezeichen. Eisregen war gemeldet, und lange war unklar, ob überhaupt genügend Fahrräder zusammenkommen würden. Umso größer war die Erleichterung, als schließlich genügend Fahrräder zur Verfügung standen. Der Aufbau wurde anschließend von Herrn Schickel und Frau Schnaus souverän gemeistert. Diese Fahrräder wurden an Generatoren angeschlossen, sodass jede Pedalumdrehung elektrische Energie erzeugte. Ein externer Akku sorgte dafür, kurzfristige Stromschwankungen auszugleichen. Den technischen Hintergrund erklärte Herr Rolf Behringer von „Solare Zukunft Freiburg“, der den Aufbau und die Funktionsweise der Anlage anschaulich vorstellte. „Strom entsteht nicht von selbst – man muss ordentlich dafür arbeiten“, machte er den Teilnehmenden schnell klar.

Während der Film lief, zeigte eine Wattanzeige auf der Leinwand, wie viel Energie gerade erzeugt wurde. Rot bedeutete zu wenig Strom, Grün eine stabile Versorgung. Damit die Anzeige möglichst lange im grünen Bereich blieb, wechselten die Schülerinnen und Schüler alle 5 bis 15 Minuten an den Fahrrädern. Jede und jeder musste mindestens einmal selbst in die Pedale treten. „Man merkt erst hier, wie anstrengend Stromerzeugung wirklich ist“, stellte Daniel fest.

Trotz des großen Engagements reichte die selbst erzeugte Energie nicht vollständig aus. Rund 30 % des zusätzlichen Akkus wurden benötigt. Ursachen dafür waren vor allem, dass die Fahrräder gegen Ende nicht mehr dauerhaft besetzt waren. Die Erfahrung machte dennoch deutlich, wie schwierig es ist, über längere Zeit konstant Energie bereitzustellen.

Nach dem Film ging es spielerisch weiter: Bei verschiedenen fahrradbetriebenen Spielen, darunter ein Ping-Pong-ähnliches Spiel und ein Fahrrad-Rennspiel, traten die Schülerinnen und Schüler gegeneinander an.

Vielen Dank an Frau Kropp (Stadt Karlsruhe) von der Klimaneutralen Schule, die die Aktion finanziell ermöglicht hat. 

Maja 10d

Fotos: Odette Schaus und Axel Schickl

Silas Hauck

siegt bei „Jugend forscht“ – jetzt geht’s zum Landeswettbewerb!

Silas Hauck (19) vom Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe hat beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Pforzheim den 1. Preis gewonnen und damit den Regionalsieg in der Kategorie Biologie. Damit hat sich Silas für den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ an der Hochschule Aalen Ende März qualifiziert.  

Er präsentierte sein Projekt MycoRice, das er am Max-Rubner-Institut Karlsruhe gemeinsam mit seiner Teampartnerin Amaia Rodman (18) vom Heisenberg-Gymnasium Ettlingen realisierte. Das Projekt zielt darauf ab, den Proteingehalt von Reis durch das Anzüchten von Schimmelpilzen im Vergleich zu unbehandeltem Reis zu erhöhen. Die Proben wurden mithilfe von Rasterelektronenmikroskopie (REM), Bradford-Assay und SDS-PAGE ausgewertet.

Wir wünschen für den Landeswettbewerb viel Erfolg und drücken die Daumen!

Text: Dr. Doris Wolff,  Bild: Anke  Richert

Erfolgreicher Start

bei der Internationalen Junior Science Olympiade


Lukas Zhang 8d und Max Rekett 7c haben die erste Runde der Internationalen Junior Science Olympiade (IJSO)mit Bravour gemeistert!

Die IJSO ist ein bundes- und weltweit ausgetragener Wettbewerb für naturwissenschaftlich besonders interessierte Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren. Spannende Experimente, kreative Lösungen und die Freude am Experimentieren stehen dabei im Vordergrund.

In der ersten Wettbewerbsrunde stellten sich Lukas und Max vielfältigen praktischen und theoretischen Herausforderungen. Mit wissenschaftlicher Sorgfalt und viel Engagement bearbeiteten sie Aufgaben, die alle unter der Überschrift Vorsicht giftig standen:

  • Pflanzenphysiologie & Umweltgifte: Die beiden Jungforscher untersuchten experimentell, wie Kresse unter verschiedenen Salzkonzentrationen wächst und welche Auswirkungen Salzstress auf Keimung und Wachstum hat. Außerdem untersuchten sie wie sich Kupfersalze in Böden verhalten?
  • Löslichkeit & Körpergifte: Ob ein Stoff in unserem Körper schädigend wirkt, hängt von der Menge ab, die wir davon aufnehmen und verstoffwechseln. Einige Vitamine zum Beispiel sind in bestimmten Konzentrationen lebensnotwendig, in erhöhten Konzentrationen potentiell schädlich. Am Beispiel ihrer Löslichkeit fanden sie experimentell heraus, wie Vitamine vom Körper aufgenommen werden und was das für unsere Ernährung sowie Nahrungsergänzung bedeutet.
  • Physik & Technik: Mit handwerklichem Geschick konstruierten sie ein funktionstüchtiges Katapult und setzten sich mit den physikalischen Grundlagen von Energieübertragung und Flugbahnen auseinander. 

Die Bandbreite der Aufgaben zeigt: Bei der IJSO geht es nicht nur um Fachwissen, sondern um das vernetzte Denken zwischen Biologie, Chemie und Physik.

Inzwischen haben Lukas und Max bereits die nächste Hürde genommen: Beide haben erfolgreich an der zweiten Runde, der anspruchsvollen Quizrunde, teilgenommen. Dort durften sie in einem 45-minütigen Multiple-Choice-Test 24 Aufgaben aus Bereichen der Biologie, Chemie und Physik lösen.

Das Helmholtz-Gymnasium ist stolz auf das Engagement und die Leistungen seiner beiden Nachwuchswissenschaftler und wünscht Lukas und Max weiterhin viel Erfolg für den weiteren Wettbewerbsverlauf!

Text: Dr. Doris Wolff

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