Karlsruher Kammerchor
Wochenende in Halle mit dem Karlsruher Kammerchor 07.-08.Februar
Zwei Tage waren wir mit dem Karlsruher Kammerchor auf Einladung des Universitätschores in unserer Partnerstadt Halle an der Saale und es war ein wirklich besonderes Erlebnis. Schon die Hinfahrt war ziemlich lustig, wie immer wurde im Bus viel geredet und gelacht. Nach rund sechs Stunden Fahrt kamen wir an der modernen und sehr zentral gelegenen Jugendherberge an und haben erst einmal unsere Zimmer bezogen. Lange ausruhen konnten wir uns aber nicht, denn schon nach einer halben Stunde ging es weiter mit einer Stadtführung. Dabei haben wir viel über Halle gelernt, vor allem über die große Bedeutung des Salzes für die Stadt. Es war spannend zu hören, wie wichtig das „weiße Gold“ früher war und wie sehr es Halle geprägt hat. Aber auch ein bisschen deutsche Geschichte, die Beziehung zu Karlsruhe und die Musik (Händel) waren Themen, die der Stadtführer fachkompetent und unterhaltsam angeschnitten hat.
Danach stand die Ansingprobe in der Konzerthalle bzw. der Ulrichskirche an. Dort konnten wir den beeindruckenden Raum schon einmal kennenlernen und den tollen Klang ausprobieren. Nach der Probe ging es zurück in die Jugendherberge, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete. Um 19:30 Uhr begann dann endlich das gemeinsame Konzert mit dem Unichor mit seinem sympathischen Leiter Keno Weber, der uns noch vom Deutschen Chorwettbewerb in Hannover kannte und dieses musikalische Wochenende initiiert und organisiert hat. Die Stimmung war von Anfang an richtig gut, und das Publikum war unglaublich aufmerksam und begeistert. Das hat uns noch mehr motiviert, sodass das Singen einfach nur eine Freude war. Nach dem erfüllenden Konzerterlebnis, welches mit Rheinbergers Abendlied als gemeinsamer Zugabe beider Chöre schloss, haben wir noch mit dem Unichor Halle im Musikinstitut der Universität gefeiert. Es wurde viel geredet, gelacht und sogar getanzt – eine kleine, lustige Feier mit vielen netten Begegnungen. Irgendwann ging es dann ziemlich müde zurück in die Jugendherberge.
Am nächsten Morgen hieß es: früh aufstehen, frühstücken und Koffer packen und Einsingen, um den Gottesdienst in der evangelischen Hauptkirche Halles musikalisch zu umrahmen. Auch wenn man dem einen oder anderen die kurze Nacht vielleicht angemerkt hat, war die Stimmung trotzdem sehr schön und konzentriert. Die Besucher haben unsere Musik (unter anderem von Mendelssohn-Bartholdy und Duruflé sichtlich) genossen. Auf der Rückfahrt wurde natürlich weitergesungen. Unterwegs haben wir noch einen Halt in Mödlareuth gemacht. Dort haben wir einiges über die deutsche Teilung, die Mauer und die Rolle der Sowjetunion erfahren. Es war beeindruckend zu sehen, wie ein kleines Dorf an der innerdeutschen Grenze früher tatsächlich gespalten war. Nach einer durchaus langen Fahrt, die uns auch zeigte, wie weit unsere Partnerstadt geographisch von Karlsruhe entfernt liegt, kamen wir mit schönen Erfahrungen und besten Erinnerungen zurück in Karlsruhe an.
Amalia Calazans-Meier, Georgia Breiller-Popescu
Dr. Stephan Aufenanger
Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe
Leiter des musikgymnasialen Zuges





