MUNBW
Im Rahmen einer fünftägigen Exkursion fuhr der Seminarkurs von Frau Jessen und Frau Kleber am Donnerstag, den 21. Mai 2026, nach Stuttgart, um dort an der MUNBW teilzunehmen. Die Model United Nations Baden-Württemberg ist eines der größten deutschsprachigen Planspiele der Vereinten Nationen. Dabei schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Delegierten und diskutieren in Gremien über internationale Politik.
Nach einer Einführung in die Regeln und Abläufe des Planspiels, sowie einer Rede von Susanne Rehm, der Geschäftsführerin der Landesvereinigung für kulturelle Jugendbildung, begann am Freitagmorgen der erste Sitzungsblock. Das Helmholtz war mit sechs Ländern in fünf Gremien vertreten. Die Themenfelder waren dabei breit gefächert und orientierten sich an aktuellen globalen Herausforderungen. Während in der Generalversammlung Reden zum Thema Klimaflüchtlinge gehalten wurden, behandelte man im Sicherheitsrat die Situation im Sudan. Der Menschenrechtsrat befasste sich mit der Menschenrechtslage in Syrien, der Wirtschafts- und Sozialrat diskutierte über Künstliche Intelligenz, Technologietransfer und geistiges Eigentum, und die Umweltversammlung setzte sich mit dem Schutz der Waldökosysteme auseinander.
In den über den Tag verteilten Sitzungsblöcken, wurden zunächst Reden gehalten, mit welchen Delegierte die Standpunkte ihrer Länder erläuterten. Besonders Länder wie China oder USA führten zu kontroversen Diskussionen im Saal.
In informellen Sitzungen schlossen sich anschließend Staaten mit ähnlichen Interessen zusammen, um gemeinsame Positionen abzustimmen und mögliche Lösungsansätze zu erarbeiten. In der Generalversammlung stand dabei insbesondere die Frage eines Schutzstatuses für Klimaflüchtlinge im Mittelpunkt.
Die Diskussionen arteten so stark aus, dass die NGOs mit einer Protestaktion die Aufmerksamkeit wieder auf die Schicksale der Vertriebenen lenken mussten. Dabei wurde der Sitzungsraum wie nach einem Tropensturm verwüstet. Ebenso erging es den anderen Gremien.
Aber auch Gastredner wurden zur Beratung beantragt, die den Sitzungen eine zusätzliche Perspektive verliehen. Neben fachlichen Experten nahmen auch ungewöhnliche symbolische Figuren an den Debatten teil, die die Diskussionen auf kreative Weise bereicherten. So wohnten unter anderem Balu aus dem Dschungelbuch oder Erica Kirk den Sitzungen bei.
Der Prozess wurde dauerhaft von einem Medienteam begleitet. Sie führten Interviews und berichteten über die neuesten Geschehnisse. Jeden Morgen fasste die MUNdaily das Tagesgeschehen zusammen.
Nach zwei bis drei Tagen entstanden die ersten Resolutionsentwürfe. Und endlich nach vielen Änderungsanträgen sowie Korruptionsversuchen, konnten wir am Sonntag in jedem Gremium eine Resolution verabschieden.
Den feierlichen Abschluss der erfolgreichen Konferenz bildete ein Abschlussball. Mit gutem Essen, Musik und Tanz konnte man die Diplomatie hinter sich lassen. So lernte man in den 5 Tagen nicht nur viel über Politik und die Arbeit der UN, sondern vor allem auch viele neue Menschen kennen.










