Emelie Wacker

Emelie Wacker aus der 6d setzte sich beim Stadtentscheid West des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels gegen elf weitere Schüler und Schülerinnen durch!

Trotz großer Aufregung blieb sie souverän und las großartig eine Passage aus Roald Dahls „Mathilda“. Besonders beeindruckt hat sie das Publikum beim Lesen des Fremdtextes. Sie konnte eine wunderbare Atmosphäre erzeugen und die Jury hätte meinen können, sie kenne das Buch bereits!

Wir wünschen ihr viel Erfolg beim Kreisentscheid in Baden-Baden!

Text: Sandra Jehle

„Wie eiskalt ist dies’ Händchen…“ 

Wer jetzt glaubt, dass dies etwa ein Schülerzitat nach einem erlebnisreichen Wintersporttag sei, liegt leider völlig falsch. Denn das Händchen gehört zu Mimi und es ist Rodolfo, der es berührt und der erschüttert den ungesunden Zustand seines Gegenübers feststellen muss. Den Kennern – und dazu gehören nun auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d – ist spätestens jetzt klar: Wir sprechen von Giacomo Puccinis Meisterwerk „La Bohème“. Gemeint sind damit die Künstler, die sich im 19. Jahrhundert in Paris niedergelassen haben, ständig in Armut und widrigen Verhältnissen lebten, dafür aber völlig ungebunden und frei ihren Künsten nachgingen. Und in diese Opern-WG aus einem Musiker, einem Philosophen, einem Maler und einem Poeten (eben jenem Rodolfo) platzt nun unvermittelt Mimi hinein, eine junge Nachbarin, die um Feuer bittet, um ihre Kerze wieder anzuzünden. In der Oper geht es – allein schon aus aufführungstechnischen Gründen – ja immer recht schnell mit dem Verlieben und so erleben Mimi und Rodolfo zwar einen rauschenden Abend auf den Straßen des Quartier Latin, verlieren sich aber kurze Zeit später auch wieder, weil Rodolfo für Mimis tuberkulöse Erkrankung keine Verantwortung übernehmen will. Man trifft ein letztes Mal zusammen und Mimi stirbt.  

Eine von den Musikprofil-SchülerInnen im Unterricht selbst erarbeitete Personenkonstellation klärte im Vorfeld den Inhalt. Wie geschickt, differenziert und flexibel Puccini hier mit Leitmotiven (für Personen und Personengruppen, für Orte, für Intentionen) arbeitet, entdeckten sie bei der Analyse verschiedener Klang- und Notenbeispiele. So wird dann auch nachvollziehbar, wie sich fast das gesamte 4. Bild aus lauter musikalischem Material aus dem 1. Bild speist. Eine Ouvertüre gibt es nicht, teilweise finden Liebesduett und Pärchenstreit zeitgleich auf der Bühne statt und man erlebt auch die Orte und Geräusche der Handlung als Zuschauer sehr realistisch mit, kurz: Wir werden Zeugen eines typischen Werkes aus der Phase des sogenannten „Verismo“. 

Ulrich Peters’ Inszenierung am Badischen Staatstheater Karlsruhe, die die SchülerInnen am 17. Januar 2026 (in Begleitung von Frau Rombach und Herrn Fessler) bei einer Aufführung erlebten, stand offenbar ganz in der Tradition eines Franco Zeffirelli (MET, New York) oder eines Götz Friedrich (Deutsche Oper Berlin), die sich optisch stark an der Zeit der Handlung (also der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts) orientierten. So entstand auch in Karlsruhe ein Bühnenbild mit viel Liebe zum Detail und mit faszinierenden Spiel-Räumen für das wunderbare SängerInnen-Ensemble und die Chöre. 

Das alles lässt uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Oper furchtbar endet. 

Glaubt man Rodolfo, so bleiben er und Mimi aber dennoch unsterblich, denn er sagt über sie beide: „Ich bin der Poet, sie ist die Poesie.“ Und da wird’s uns allen – und sei es draußen noch so frostig – doch wieder warm ums Herz, nicht wahr? 

Achim Fessler, Januar 2026 

67. Vorlesewettbewerb 2025/2026

Emelie Wacker aus der 6d gewinnt den Schulentscheid

Die beste Vorleserin an unserer Schule steht fest. Beim diesjährigen Schulentscheid setzte sich Emelie Wacker aus der 6d gegen ca. 120 Mitschüler*innen der Jahrgangsstufe 6 durch. Sie vertritt nun die Schule im Februar 2026 auf regionaler Ebene beim Stadtentscheid.

 Der Vorlesewettbewerb an unserer Schule hat erneut gezeigt, wie inspirierend Lesen sein kann. Mit Engagement und Lesefreude trugen am vergangenen Montag die acht Schüler*innen der Klassen 6a-d Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. Sowohl mit der selbst gewählten Textstelle aus dem eigenen Lieblingsbuch „Crazy Family“ von Markus Orths als auch mit der Textstelle aus dem Fremdtext „Wunder -Sieh mich nicht an” von R.J. Palacio konnte die Siegerin die fünfköpfige Jury überzeugen

Die Schulsiegerin (4. Schülerin von links) im Kreis der Klassensieger. 

 Alle klassen- und schulbesten Vorleser*innen wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhielten als Preis ein Buch. Die Schulsiegerin erhält beim Stadtentscheid zusätzlich ein besonderes Buchgeschenk als Preis. 
Aktuelle Lesetipps und Bücherlisten zu verschiedenen Themen stellt der Vorlesewettbewerb außerdem auf seiner Webseite vor.    

Bundesweit nehmen jährlich rund 600.000 Schüler*innen der 6. Klassenstufe am Vorlesewettbewerb teil. Er ist einer der größten und traditionsreichsten Schulwettbewerbe Deutschlands und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. 

Text und Bild: Axel Schickl

Vorlesetag

Vorlesen spricht Deine Sprache“ –  auch am Helmholtz ! 
Impressionen vom bundesweiten Vorlesetag am 21. November 

Wir wünschen 

Fröhliche „Vorlesezeit“

Fotos: Dr. Lucia Tischmeyer

Schreibwettbewerb

Schulsiegerinnen des Schreibwettbewerbs der Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe 2025

Für den diesjährigen Schreibwettbewerb „Lust am Schreiben“ der Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe verfassten Schülerinnen aus dem Basisfach Deutsch von Lucia Tischmeyer und Schülerinnen aus der Klasse 9a unterschiedliche Texte zum Thema „Nacht“. Dabei wurden Lilli Marie Korta aus der Kursstufe und Leila Vorherr aus der 9. Klasse jeweils mit dem ersten Preis in ihrer Klassenstufe ausgezeichnet. 

Leila spann in ihrer Erzählung „Das dunkle Geheimnis der Nacht“ eine spannende Agentengeschichte, in der ein Kinderentführungsring ausgehoben wird. Lilli gelang es in ihrem Text mit dem Titel „Die Stimme der Dunkelheit“, das Gefühl der Angst greifbar zu machen.

Wir gratulieren allen Ausgezeichneten zu ihren Ehrungen und freuen uns, dass die Lust am Schreiben Früchte trägt.

In Bälde werden die Gesamtpreisträgerinnen und Gesamtpreisträger aus den 22 teilnehmenden Gymnasien ermittelt. Wir sind gespannt, ob hier das Helmholtz-Gymnasium vertreten sein wird.

Text: Amrei Greilach, Fotos: Lucia Tischmeyer und Amrei Greilach

Schülerinnen auf dem Foto der J1 von links nach rechts: 2. Siegerin Leo Becker, 1. Siegerin Lilli Marie Korta und 3. Siegerin Nelly Hartmann

Schülerinnen auf dem Foto der 9a von links nach rechts: 1. Siegerin Leila Vorherr, 2. Siegerin Miriam Reiter