Erfolgreiche Rezertifizierung MINT-EC 

Wir freuen uns, dass das Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe die Rezertifizierung im nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC sehr erfolgreich bestanden hat. Seit 2013 ist unsere Schule Teil dieses bundesweiten Netzwerks und wurde nun erneut bis 2030 rezertifiziert. Das Helmholtz-Gymnasium gehört zu den 348 MINT-EC-Schulen deutschlandweit, die das Excellence-Label tragen dürfen. Diese Auszeichnung bestätigt unser großes Engagement für eine exzellente Förderung in Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 

Im Rahmen der Rezertifizierung wird intensiv geprüft, ob alle Voraussetzungen für diese hochwertige Auszeichnung weiterhin erfüllt sind. Dieser Prozess stellt hohe Anforderungen an die schulische Arbeit und umfasst unter anderem die Bereiche Unterrichtsqualität, Förderkonzepte, Wettbewerbsbeteiligungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung innerhalb des MINT-EC-Netzwerks. 

Im Rahmen der Begutachtung wurden insbesondere die Erprobung der Helmholtz-Science-Night sowie das innovative MINT-AG-Konzept der Helmholtz-Science-Street und die rege Teilnahme an MINT-Wettbewerben positiv hervorgehoben. 

In der Bewertung des MINT-EC-Netzwerks heißt es weiter: 
Außerdem haben Sie auch die Spitzenförderung vorangebracht durch gezielte Teilnahmen an Wettbewerben. Besonders hervorzuheben ist hier Jugend forscht. Aber auch allen anderen Teilnehmer*innen gratulieren wir sehr herzlich, denn die Schüler*innen des Helmholtz-Gymnasiums nehmen an zahlreichen Wettbewerben im MINT-Bereich teil und erzielen Erfolge“. 

Ein zentraler Bestandteil als MINT-EC Schule ist die Vergabe des MINT-EC-Zertifikats, das Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Abitur erwerben können. Es dokumentiert herausragende Leistungen im MINT-Bereich undgenießt auf Grund der guten Vergleichbarkeit über die Bundeländergrenzen hinweg und des hohen Niveaus großes Ansehen bei Hochschulen, Universitäten, Stiftungen und Unternehmen. Die Begutachtung hebt hervor, dass das Helmholtz-Gymnasium regelmäßig Zertifikate vergibt und sich aktiv an der Evaluation des MINT-EC-Zertifikats beteiligt. 

In der Beurteilung des MINT-EC-Netzwerks heißt es außerdem: 
„Das Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe zeigt in der Netzwerkarbeit ein sehr hohes Maß an Initiative mit allen Zielgruppen. Auch regional tauschen Sie sich regelmäßig und sehr erfolgreich mit anderen MINT-EC-Schulen aus und schaffen dadurch einen Mehrwert für alle Beteiligten. Das begrüßen wir sehr! Das Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe ist eine profilierte und außerordentlich engagierte Schule des MINT-EC-Netzwerks.“ 

Die erfolgreiche Rezertifizierung bestärkt uns in unserem eingeschlagenen Weg und motiviert uns, auch künftig eine exzellente und zukunftsorientierte MINT-Bildung anzubieten. 

Weitere Informationen zu unserem MINT-Konzept und unseren MINT-EC-Aktivitäten finden Sie unter den Links zu unserer Homepage. 

Dr. Doris Wolff 

Abteilungsleiterin MINT 

Klimaneutrale Schule

„Klimaneutrale Schule“: Das Helmholtz-Gymnasium macht mit! 

Mit spannenden Vorträgen, Fortbildungen und Projekten engagiert sich unsere Schule aktiv für den Klimaschutz. 

Fortbildungen und Vernetzung 

  • 18. und 19. November: Herr Weitner nahm an einer zweitägigen Hausmeisterschulung der HGE  (Hochbau und Gebäudewirtschaft) teil. Dort standen Energiemanagement, Gebäudeeffizienz und energiesparende Heizungseinstellung auf dem Programm. 
  • 20. November: Frau Dr. Wolff vertrat unsere Schule beim Netzwerktreffen „Klimaneutrale Schule“ am Max-Planck-Gymnasium. Der Austausch mit anderen Schulen liefert wertvolle Impulse für zukünftige Projekte zur Energieeinsparung. 

Wissenschaft trifft Schule – Expertenvorträge im Seminarkurs Nachhaltigkeit 

Am 3. Dezember unterstützte das Programm „Klimaneutrale Schule“ den Seminarkurs Nachhaltigkeit mit einem Expertenvortrag des Diplom-Geologen B. Potthoff zum Thema Geothermie
In seinem Vortrag spannte er einen Bogen von den Grundlagen der Erdwärme über moderne Nutzungskonzepte bis hin zu Risiken. Potthoff erklärte verständlich, wie Geothermiekraftwerke funktionieren, welche Rolle geologische Strukturen spielen und weshalb Erdwärme als nahezu unerschöpfliche Energiequelle gilt. Dabei verschwieg er auch die Risiken nicht. Ein anschauliches Beispiel für die Risiken geothermischer Bohrungen lieferte 2007 der Vorfall in Staufen im Breisgau: Durch das Aufquellen von Anhydritgestein im Untergrund entstanden Spannungen, die zu Rissen in den Häusern führten. 

Mithilfe anschaulicher Experimente demonstrierte Potthoff, wie Fracking, Bohrtechniken oder Gesteinsreaktionen im Untergrund funktionieren. Komplexe Zusammenhänge, komplizierte Formeln sowie physikalische, technische und geologische Prozesse wurden für die Schülerinnen und Schüler durch anschauliche Experimente greifbar und nachvollziehbar.  

Am 10. Dezember folgte ein weiterer Vortrag von Herrn Potthoff – diesmal zum Thema Plastik. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren mehr über unterschiedliche Kunststofftypen, deren Einsatz in Verpackungsmaterialien und die mitunter erschreckend langen Zersetzungszeiten. 

Wir freuen uns schon auf den 12.01.2026, wenn das Fahrradkino startet. Ein weiteres spannendes Projekt im Rahmen der „Klimaneutralen Schule“. Dann sind gleich zwei 10er NWT-Lerngruppen sowie der Basiskurs NWT in J1 beteiligt. 

Text und Fotos: 
Dr. Doris Wolff 

Kickoff FreiDay

Kickoff FreiDay-Projekt der 8c: Nikolausparty geplant nach Scrum! 
Mit liebevoller Deko, Musik, Plätzchen und dem Duft von frischen Waffeln und Sandwiches feierte die Klasse 8c ihre selbst organisierte Nikolausparty als Auftakt ins FreiDay-Projekt. Ob kreative Spielstationen oder das gemeinsame Anstoßen alles wurde von den Schülerinnen und Schülern eigenständig nach Scrum geplant, abgestimmt und umgesetzt. 

Ganz nebenbei – und ohne dass es ihnen wie „Lernen“ vorkam – trainierten sie zentrale FreiDay-Lernziele: selbstständiges Arbeiten, Teamorganisation, Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und reflektieren. 
Die abschließende Reflexionsrunde zeigte: Projektlernen macht Spaß und weckt Lust auf die nächsten Schritte! 

Text und Bilder: Dr. Doris Wolff

Max-Planck-Institut

Physik-Kurse K2 des Helmholtz-Gymnasiums zu Gast am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg-MINT-EC-Regionalforum

Am 23. Oktober 2025 hatten wir, Schülerinnen und Schüler der K2, des Physik-Grundkurses von Herrn Springer sowie drei Schüler aus dem Leistungskurs Physik, die besondere Gelegenheit, moderne Forschung am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg hautnah zu erleben. Im Rahmen des MINT-EC-Regionalforums tauchten wir gemeinsam mit Herrn Springer in spannende Themen rund um die Quantenphysik und aktuelle Forschungsprojekte ein.

Der Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung und einem spannenden Einführungsvortrag von Dr. Christoph Wiesinger über Neutrinos, sehr winzige, elektrisch neutrale Teilchen, die in unvorstellbarer Zahl durchs All fliegen. Da wir zuvor nur wenig über sie wussten, eröffnete uns der Vortrag neue Perspektiven auf aktuelle Fragestellungen der Teilchenphysik.

Im Anschluss ging es in die selbst gewählten Workshops. Jede Schülerin und jeder Schüler konnte zwei Workshops besuchen, einen am Vormittag und einen am Nachmittag. Dabei reichte das Angebot von Quantenkryptographie über Laserinterferometrie bis hin zu einem Escape Room der Teilchenphysik.

Einige Highlights aus dem vielfältigen Programm:

  • Unsichtbares Licht sichtbar gemacht
    Mithilfe von Nebelkammern und Szintillationsdetektoren spürten wir kosmische Teilchen auf, die aus den Tiefen des Weltalls auf die Erde treffen. So konnten wir mit einfachen Mitteln – und einer Thermoskanne – den Teilchenregen des Universums sichtbar und sogar hörbar machen.
  • Wie mixe ich Licht – Laser und Interferometrie
    In diesem Workshop bauten wir ein eigenes Michelson-Interferometer und experimentierten mit Laserstrahlen. Wir beobachteten, wie sich Lichtwellen überlagern und Interferenzmuster entstehen – ein zentrales Prinzip vieler moderner Messmethoden.
  • Der Teilchenphysik-Escape Room
    Auf spielerische Weise beschäftigten wir uns hier mit den Grundlagen der Hochenergiephysik. In Teams lösten wir Rätsel, die uns zu den fundamentalen Kräften und Bausteinen des Universums führten und Antwort auf die Frage gaben, was unsere Welt im Innersten zusammenhält.
  • Knack’ den Quantencode!
    Wie kann Quantenphysik Datenübertragung sicher machen? Eine Nachricht auf WhatsApp oder eine Online Überweisung – ständig werden in unserer digitalen Welt zwischen Computern, Handys oder anderen Geräten Informationen ausgetauscht. Damit nur die richtigen Empfänger diese Nachrichten lesen können, werden sie verschlüsselt. In diesem Workshop erprobten wir, wie sich mit Hilfe von Quantenphänomenen abhörsichere Kommunikation realisieren lässt – ein spannender Ausblick auf die Zukunft der Informationssicherheit.
  • Die Geheimnisse des Lichts
    Mit selbstgebauten Spektrometern untersuchten wir, wie sich Licht in seine Farben zerlegen lässt. Wir erfuhren, warum weißes Licht nicht gleich weißes Licht ist und welche physikalischen Prinzipien hinter Bildschirmen, Sonnenlicht und LEDs stecken.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause mit Buffet folgte die zweite Workshop-Runde.

Der Besuch des MINT-EC-Regionalforums war für uns alle ein außergewöhnliches Erlebnis. Durch die Mischung aus Vortrag, Experimenten, dem Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und der direkter Begegnung mit echter Forschung wurde Physik lebendig und selbst Quantenphysik greifbar.

Universititätstag

Universitätstag in Freiburg – Einblick in die Welt der modernen Molekularbiologie

Ein Tag lang in die Rolle echter Wissenschaftlerinnen schlüpfen – genau das durften Hannah Guttenberg und Karla Müller beide aus der K2 vom Helmholtz-Gymnasium beim Universitätstag in Freiburg erleben. Gemeinsam mit 40 weiteren ausgewählten Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg durften sie am Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Freiburg tief in die faszinierende Welt der modernen Molekularbiologie eintauchen.

Der Tag begann früh. Schon um 7 Uhr ging es mit dem Zug Richtung Freiburg. Kaum angekommen, standen die beiden in weißen Kitteln, umgeben von Hightech-Geräten und Reagenzgläsern, mitten in einem echten Forschungslabor. „Als wir die vielen Geräte gesehen haben, fühlten wir uns plötzlich wie in einer Netflix-Serie über Wissenschaftlerinnen. Nur dass diesmal wir selbst die Forscherinnen waren“, erzählt Hannah begeistert.

Hochschuldozent Jan Brix gestaltete den Tag abwechslungsreich mit spannenden Theorie- und Praxiseinheiten rund um das Thema Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Das erste Experiment des Tages war eine PCR-Mutationsanalyse, mit der untersucht wurde, ob in einer bereitgestellten DNA-Probe eine Mutation vorlag. Jeder Teilnehmende pipettierte dafür den eigenen Reaktionsansatz. Während die DNA-Proben im Thermocycler vervielfältigt wurden, begann bereits die Vorbereitung des nächsten Versuchs: dem Western Blot, einem Verfahren, mit dem Proteine mithilfe spezifischer Antikörper nachgewiesen werden.

Um den Ablauf nachvollziehen zu können, erklärte Jan Brix anschaulich, wie Proteine zunächst elektrophoretisch aufgetrennt und anschließend auf eine Membran übertragen („geblottet“) werden. Danach wurden den Ansätzen nacheinander zwei verschiedene Antikörper hinzugegeben, die jeweils ganz bestimmte Proteine erkennen. So konnten die Schülergruppen, jede mit einem anderen Antikörper, am Ende ihre Ergebnisse vergleichen.

Neben den molekularbiologischen Methoden beeindruckte die Aktualität der Themen: Prionen, jene gefährlichen Eiweißstoffe, die Krankheiten wie BSE oder die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen können, sind bis heute Gegenstand intensiver Forschung und regelmäßig Thema in den Medien.

Trotz der vielfältigen molekularbiologischen Methoden blieb noch Zeit für den Blick über den Reagenzglasrand: Eine Führung durch das Institutsgebäude und ein Überblick über die vielfältigen Studienmöglichkeiten im Bereich Medizin und Naturwissenschaften rundeten den Tag ab.

Mit vielen neuen Eindrücken, einem dicken Laborprotokoll und echter Begeisterung für die Wissenschaft kehrten Hannah und Karla schließlich nach Karlsruhe zurück. „Es war faszinierend zu sehen, wie Theorie und Praxis plötzlich zusammenpassen und wie viel man als Schüler schon verstehen und selbst machen kann“, fasst Karla den Tag zusammen. Hannah ergänzte: „Mein Entschluss nach dem Abitur Biologie zu studieren, hat sich nach dem Tag im Forschungslabor verfestigt“.

Ein herzliches Dankeschön an das Team der Universität Freiburg besonders an Dr. Jan Brix und Ingo Kilian und an Frau Dr. Wolff für die Organisation dieses besonderen Tages.

Science Academy

Bericht zur Teilnahme an der 22. Science Academy Baden-Württemberg 2025 

In den Sommerferien durfte ich zwei Wochen in Adelsheim bei der Science Academy dabei sein. Es war eine tolle Zeit mit viel Naturwissenschaft, Musik und Sport!

Für die Science Academy kann sich aus jeder Schule (8./9. Klasse) aus Baden-Württemberg ein/e ausgewählte/r Schüler/in bewerben. Meine Bewerbung für den Kurs Klimaphysik/Informatik war zum Glück erfolgreich und so konnte ich eine wirklich spannende Zeit erleben.

Die Science Academy wird außerdem durch kursübergreifende Angebote (KüAs) ergänzt. Bei den KüAs kann man zwischen Musik (Orchester/Chor/Bands), Sport und anderen Angeboten der Teilnehmer und Leiter (Hobbys) selbst wählen. Zusätzlich gibt es auch Ausflüge und kursinterne Exkursionen.

Die Science Academy fand in den Räumen des Eckenberg-Gymnasiums in Adelsheim und dem angeschlossenen Zentrum für Umweltbildung statt. Dort gibt es alles, was man sich wünschen kann: Sportplätze, Zimmer zur Übernachtung, eine gute Mensa, eine Turnhalle und Schullabore.

Im Juni fand das Einführungswochenende statt, an dem wir den Campus, die Kurse und die anderen Teilnehmer kennenlernten. Im Sommer war nun das eigentliche 14-tägige Camp.

Mein Kurs Klimaphysik/Informatik beschäftigte sich mit dem Programmieren von einfachen Klima- und Wettermodellen mit Hilfe von physikalischen Gesetzen und maschinellem Lernen, was viel Spaß machte und den Horizont erweiterte. Bei der Exkursion gingen wir in die Klima-Arena Sinsheim, in der wir eine Klimakabinettssitzung nachspielten.

Außerdem habe ich im Orchester der Akademie gespielt und wir haben eine eigene Band gegründet. Zusätzlich habe ich eine eigene KüA mit Kettenreaktionen angeboten, die bei den anderen Teilnehmern sehr gut ankam.

Es war eine wirklich schöne Zeit in Adelsheim und ich werde mich gerne daran erinnern. Im Herbst treffen wir uns noch einmal zur Dokumentation und zum Abschluss der Akademie.

(Jannick, Klasse 9)

MINT-EC-Zertifikate

Im Rahmen der Abiturfeier am 11.07.2025 haben wir die herausragenden Leistungen von Emilio Craff Castillo, Alexandra Ang, Lisa Wirkner und Sarah Wang im MINT-Bereich mit der feierlichen Vergabe der MINT-EC-Zertifikate gewürdigt.
Wir freuen uns sehr über ihr besonderes Engagement in den MINT-Fächern und sind stolz darauf, in diesem Jahr vier MINT-EC-Zertifikate verleihen zu können: einmal „mit Auszeichnung“, zweimal „mit besonderem Erfolg“ und einmal „mit Erfolg“.
Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen für den weiteren privaten und akademischen Lebensweg alles Gute!

Beim Innenministerium

Abschlussveranstaltung der Umweltmentor*innen-Ausbildung im Innenministerium Stuttgart

Am 17.07.2025 fand im Innenministerium in Stuttgart die Abschlussveranstaltung der Umweltmentor*innen-Ausbildung statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung durften wir unser Jahresprojekt vorstellen.

Besonders gefreut hat uns das Wiedersehen mit den Jugendlichen anderer Schulen, die ebenfalls an der Ausbildung teilgenommen haben. Es war spannend zu sehen was aus ihren Projekten im Laufe des Jahres geworden ist.

Unsere Umweltmentorinnen-Ausbildung organisiert von der Jugendstiftung Baden-Württemberg bestand aus zwei mehrtägigen Ausbildungsblöcken in den Jugendherbergen Karlsruhe und Freiburg. Ursprünglich waren wir der Freiburger Gruppe zugeteilt, mussten jedoch aufgrund unseres BOGY-Praktikums zur Karlsruher Gruppe wechseln. Dadurch konnten wir viele verschiedene Umweltmentorinnen kennenlernen und neue Freundschaften schließen.

Der erste Ausbildungsblock im November beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels. Im zweiten Block im März lag der Fokus auf erneuerbaren Energien. In diesem Zusammenhang unternahmen wir auch eine interessante Exkursion zum Karlsruher Energieberg.

Zwischen den beiden Ausbildungsblöcken arbeiteten wir in der Projektphase an verschiedenen Aktionen am Helmholtz-Gymnasium. In unserer Ausbildung der Umweltmanager*innen informierten wir diese über richtiges Lüften, Heizen und Mülltrennen. Außerdem gestalteten wir eine Umweltecke mit informativen Plakaten rund um die Themen ökologischer Handabdruck und klimafreundliche Mobilität im Urlaub. Als zweites Projekt entwickelten wir ein Improvisationstheaterstück zu Umwelt- und Klimathemen, das wir in Helmoland (Schule als Staat) aufführten.

Zum feierlichen Abschluss erhielten wir unsere Qualitätszertifikate aus den Händen von Staatssekretär Volker Schebesta, ein besonderes Highlight und eine schöne Anerkennung unseres Engagements.

Lia dos Santos und Juno Nissel 9b

Grüne Pyramide

Helmholtz-Gymnasium erhält erstmals die „Grüne Pyramide“

Ein großer Erfolg für das Helmholtz-Gymnasium: Zum ersten Mal wurde unsere Schule mit der „Grünen Pyramide“ der Stadt Karlsruhe ausgezeichnet. Der mit 1000€ dotierte Preis wird alle zwei Jahre an Schulen verliehen, die sich in besonderem Maße für Nachhaltigkeit engagieren. Die vier Seiten der Pyramide stehen symbolisch für verschiedene Nachhaltigkeitskategorien – in diesem Jahr wurde das Helmholtz-Gymnasium für sein Engagement in den Bereichen Fair Trade und Umweltschutz geehrt.

Die feierliche Preisverleihung fand auf der Festbühne von „Das Fest“ statt. Dort nahmen wir mit Stolz die Auszeichnung aus den Händen von Bürgermeisterin Lisbach entgegen. Neben der Preisverleihung wurde ein weiteres Highlight präsentiert: Die Klassen 6a und 6b stellten ihre im Frühjahr entstandenen Bilder aus, in denen sie ihre Vision der zukünftigen Stadt Karlsruhe zeigten.

Frau Rosenbauer, die die Ausstellung begleitete, betonte: „Die Kinder haben in ihren Bildern bereits Konzepte aufgegriffen, die derzeit in vielen Städten geplant oder umgesetzt werden – sogenannte Schwammstädte: entsiegelte Flächen, die Wasser speichern, viel Grün bieten und damit nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch mehr Lebensqualität schaffen.“ Besonders beeindruckend sei, wie unvoreingenommen und kreativ Kinder an solche Zukunftsfragen herangehen.

Die Auszeichnung ist für unsere Schulgemeinschaft eine besondere Anerkennung und Motivation, unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit weiter auszubauen.

Text: Dr. Doris Wolff

MINT-EC-Camp

Keine Sterne in Athen? Von wegen! – MINT-EC-Camp in Griechenland

Hallo, ich bin Philipp aus der Jahrgangsstufe J1. Im Juni durfte ich an einem besonderen Erlebnis teilnehmen: dem MINT-EC-Camp in Athen. Unter dem Motto „400 Years of Scientific Exploration – Cosmos: MINT-EC Summer on Astronomy and Astrophysics“ trafen sich Schülerinnen und Schüler aus Deutschland sowie Griechenland, um sich gemeinsam mit dem Kosmos zu beschäftigen.

Das Camp wurde in Kooperation mit der deutsch-griechischen Schule „Ellinogermaniki Agogi“ in Pallini durchgeführt. Organisiert hat es das MINT-EC-Netzwerk, das auch die Unterkunftskosten übernahm. Schon der Einstieg war besonders: Gleich am ersten Abend wurden wir spontan zum Abiball der Schule eingeladen. Dies war nicht nur ein herzlicher Empfang, sondern auch ein toller Einblick in das Leben junger Menschen in Griechenland. Die Mischung aus deutscher und griechischer Gruppe sorgte von Anfang an für spannende Gespräche und eine tolle Atmosphäre.

Das Lied „Keine Sterne in Athen, dafür Tränen in der Nacht“? Das trifft hier ganz sicher nicht zu, denn Sterne gab es reichlich, und zwar nicht nur am Himmel. Mit einem eigenen Teleskop der Schule und klarer Sicht konnten wir am nächsten Abend Sterne und Planeten entdecken. Für viele von uns war das der erste professionelle Blick in den Kosmos. Ein echtes Highlight!

Neben den fachlichen Programmpunkten, etwa zu Gravitationswellen und Neutrino-Astronomie, standen auch kulturelle Erlebnisse auf dem Plan. Eine Stadtführung durch Athen inklusive Akropolis und Zeit für die besten Geheimtipps der griechischen Teilnehmenden, vom kleinen Café bis zur Aussichtsterrasse, rundeten die Erfahrung ab.

Ein unerwarteter Einschnitt kam am Freitag: Wegen naher Waldbrände musste das Programm abgesagt werden. Doch anstatt den Kopf hängen zu lassen, machten wir das Beste daraus: Ein gemeinsamer Ausflug ans Meer, Musik, Gespräche und ein Sonnenuntergang, der fast so beeindruckend war wie der Sternenhimmel am Dienstag.

Unsere Unterkunft, ein Hotel mit Pool, bot uns abends die Möglichkeit zur Erholung. Ob Diskussionen über Schwarze Löcher oder gemeinsames Lachen beim Kartenspiel, das Miteinander war stets offen, interessiert und herzlich.

Sterne in Athen? Mehr, als ich je erwartet hätte.

Dieses Camp war weit mehr als ein wissenschaftliches Seminar. Es war eine internationale Begegnung, ein inspirierender Austausch und ein gemeinsames Staunen über den Himmel und über das, was uns verbindet. Ein herzliches „Ευχαριστώ πολύ“ an Frau Dr. Wolff für die engagierte Betreuung von Seiten des Helmholtz-Gymnasiums.
Text: Dr. Doris Wolff

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