„Knusper, knusper, Knäuschen…“ 

Allein schon diese wenigen Worte genügen, um vielen von uns ins Gedächtnis zu rufen, worum es dabei denn geht, so berühmt ist das Märchen. Die meisten von uns kennen die „Hänsel und Gretel“-Fassung der Gebrüder Grimm. Das war auch bei den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5a so. Umso interessanter war es dann, die zahlreichen Änderungen zu entdecken, die Engelbert Humperdinck für seine gleichnamige Kinderoper vornahm: Da gibt es beispielsweise Figuren, wie das Sandmännchen oder Taumännchen, die in der Grimmschen Fassung fehlen und da wird Gretel nicht als schüchternes, verunsichertes Mädchen, sondern als die reifere, vernünftigere und selbstbewusstere große Schwester Hänsels dargestellt (was für das 19. Jahrhundert, in dem die Oper entstand, durchaus erstaunlich ist). Im Musikunterricht blieben wir aber nicht beim Inhalt stehen, sondern lernten auch den berühmten „Abendsegen“ kennen und analysierten, mit welchen musikalischen Mitteln Humperdinck das Stück gestaltete, sodass es wirklich nach einem besinnlichen Gebet und nicht etwa nach einem wilden Freudentanz klingt. Außerdem wissen die Schülerinnen und Schüler nun auch, was man unter einer „Hosenrolle“ versteht. 

Gut vorbereitet waren wir nun, zusammen mit den Klassenlehrerinnen, Frau Brown und Frau Tomaschewski, sowie dem Musiklehrer, Herrn Fessler, darauf gespannt, wie die Aufführung im Badischen Staatstheater Karlsruhe inszeniert werden wird.  

Da es sich bei den Darstellenden (also auch bei den Kinder-Figuren Hänsel und Gretel) natürlich um erwachsene Musikprofis handelt, wurden Tische und Stühle im Zuhause übergroß dargestellt. Die Eltern wiederum liefen auf in den Kostümen versteckten Stelzen, sodass die Größenverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern im Stück wieder stimmten. Für die Szenenwechsel machte sich das Theater seine Drehbühne zunutze, die auch dafür eingesetzt wurde, das Verirren Hänsels und Gretels im Wald plastisch darzustellen. Spektakulär war dann der Flug der Hexe auf ihrem Besen hoch und quer über die ganze Bühne.  

Dass sich im Anschluss an die Vorstellung einige Hauptdarsteller in ihren Kostümen für Fotos im Foyer zur Verfügung stellten, wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Und so entstand das Foto, das in der letzten Reihe die Protagonisten zeigt (v. l. n. r.): Mutter, Hänsel, Gretel, Vater. Im Vordergrund ist die Klasse 5a zu sehen. 

Begeisternd und bereichernd ging ein Nachmittag im Staatstheater zu Ende und während Frau Tomaschewski im Deutsch-Unterricht zum Thema Märchen Verbindungen nutzt, werden wir in der Nachbesprechung im folgenden Musikunterricht dann über das eine oder andere „Knäuschen“ – hier im Sinne von Besonderheit – dieses schönen Opernbesuchs noch in den Austausch kommen. 

Achim Fessler, Januar 2026 

Weihnachtsoratorium in der Stadtkirche

Kooperation des Kammerchores mit Cantus Juvenum Karlsruhe

In Kooperation mit der Singschule Cantus Juvenum führte der Kammerchor die zweite Kantate des Bach’schen Weihnachtsoratoriums am Samstag vor Weihnachten in der komplett ausverkauften Stadtkirche Karlsruhe auf. Umrahmt von den Kantaten 1 und 3, welche von den Chören von Cantus Juvenum wunderschön vorgetragen wurden, war der Kammerchor als Gast für den pastoralen zweiten Teil verantwortlich, als Zugabe sangen alle Chöre gemeinsam den Schlusschor der VI. Kantate. Seit vielen Jahren gibt es immer wieder kleine und größere Kooperationen zwischen der Singschule und dem Kammerchor: Workshops mit renommierten Vokalensembles, gemeinsame Konzerte, Treffen bei Wettbewerben. Dass das so ist, nimmt nicht Wunder, singen doch viele Schülerinnen und Schüler des Helmholtz-Gymnasiums in den Ensembles der Singschule. Der Kammerchor ist sehr dankbar, zu diesem tollen Projekt eingeladen worden zu sein. Es hatte, abgesehen von dem musikalischen Erlebnis, auch etwas von einem großen Familienfest: so sangen ehemalige Mitglieder des Kammerchores Solistenpartien (Lukas Siebert, Evangelist; Katharina Bierweiler, Sopran), viele Mitglieder des brillant aufspielenden Karlsruher Barockorchesters sind Eltern (ehemaliger) Schüler oder gar selbst noch bei uns angehende Abiturienten (Anna-Mai Johannsen und Charlotte Mac-Carty, Barockoboe), dazu haben sich viele ehemalige Sängerinnen und Sänger, die sowohl Mitglied von Cantus Juvenum als auch des Kammerchores waren, zu diesem Event ein Stelldichein gegeben. In vielerlei Hinsicht also ein wirkliches Highlight, das es so in der Historie des Kammerchores bisher nicht gab. Herzlichen Dank an Kantor Peter Gortner und der Geschäftsführung von CjK, Dr. Violetta Schneider für die Idee, das Vertrauen und die herrliche Umsetzung. 

Dr. Stephan Aufenanger

Weihnachtsgottesdienst

Am Freitag, den 19. Dezember 2025, war es um 8 Uhr wieder so weit. Die Religionsfachschaft lud zum Gottesdienst in die Altkatholische Kirche ein.
Ein tolles Programm mit dem Motto “Let your light shine”, ein wahrlich schöner Abschluss des Kalenderjahres 2025.

Ein herzliches Dankeschön an alle Schülerinnen und Schüler, Franziska Kopf, Christina Küchel, Achim Fessler, Nadine Blesse, Amrei Greilach und die Technik-AG, die zum Gelingen des Gottesdienstes beitrugen.

Klimaneutrale Schule

„Klimaneutrale Schule“: Das Helmholtz-Gymnasium macht mit! 

Mit spannenden Vorträgen, Fortbildungen und Projekten engagiert sich unsere Schule aktiv für den Klimaschutz. 

Fortbildungen und Vernetzung 

  • 18. und 19. November: Herr Weitner nahm an einer zweitägigen Hausmeisterschulung der HGE  (Hochbau und Gebäudewirtschaft) teil. Dort standen Energiemanagement, Gebäudeeffizienz und energiesparende Heizungseinstellung auf dem Programm. 
  • 20. November: Frau Dr. Wolff vertrat unsere Schule beim Netzwerktreffen „Klimaneutrale Schule“ am Max-Planck-Gymnasium. Der Austausch mit anderen Schulen liefert wertvolle Impulse für zukünftige Projekte zur Energieeinsparung. 

Wissenschaft trifft Schule – Expertenvorträge im Seminarkurs Nachhaltigkeit 

Am 3. Dezember unterstützte das Programm „Klimaneutrale Schule“ den Seminarkurs Nachhaltigkeit mit einem Expertenvortrag des Diplom-Geologen B. Potthoff zum Thema Geothermie
In seinem Vortrag spannte er einen Bogen von den Grundlagen der Erdwärme über moderne Nutzungskonzepte bis hin zu Risiken. Potthoff erklärte verständlich, wie Geothermiekraftwerke funktionieren, welche Rolle geologische Strukturen spielen und weshalb Erdwärme als nahezu unerschöpfliche Energiequelle gilt. Dabei verschwieg er auch die Risiken nicht. Ein anschauliches Beispiel für die Risiken geothermischer Bohrungen lieferte 2007 der Vorfall in Staufen im Breisgau: Durch das Aufquellen von Anhydritgestein im Untergrund entstanden Spannungen, die zu Rissen in den Häusern führten. 

Mithilfe anschaulicher Experimente demonstrierte Potthoff, wie Fracking, Bohrtechniken oder Gesteinsreaktionen im Untergrund funktionieren. Komplexe Zusammenhänge, komplizierte Formeln sowie physikalische, technische und geologische Prozesse wurden für die Schülerinnen und Schüler durch anschauliche Experimente greifbar und nachvollziehbar.  

Am 10. Dezember folgte ein weiterer Vortrag von Herrn Potthoff – diesmal zum Thema Plastik. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren mehr über unterschiedliche Kunststofftypen, deren Einsatz in Verpackungsmaterialien und die mitunter erschreckend langen Zersetzungszeiten. 

Wir freuen uns schon auf den 12.01.2026, wenn das Fahrradkino startet. Ein weiteres spannendes Projekt im Rahmen der „Klimaneutralen Schule“. Dann sind gleich zwei 10er NWT-Lerngruppen sowie der Basiskurs NWT in J1 beteiligt. 

Text und Fotos: 
Dr. Doris Wolff 

Kickoff FreiDay

Kickoff FreiDay-Projekt der 8c: Nikolausparty geplant nach Scrum! 
Mit liebevoller Deko, Musik, Plätzchen und dem Duft von frischen Waffeln und Sandwiches feierte die Klasse 8c ihre selbst organisierte Nikolausparty als Auftakt ins FreiDay-Projekt. Ob kreative Spielstationen oder das gemeinsame Anstoßen alles wurde von den Schülerinnen und Schülern eigenständig nach Scrum geplant, abgestimmt und umgesetzt. 

Ganz nebenbei – und ohne dass es ihnen wie „Lernen“ vorkam – trainierten sie zentrale FreiDay-Lernziele: selbstständiges Arbeiten, Teamorganisation, Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und reflektieren. 
Die abschließende Reflexionsrunde zeigte: Projektlernen macht Spaß und weckt Lust auf die nächsten Schritte! 

Text und Bilder: Dr. Doris Wolff

67. Vorlesewettbewerb 2025/2026

Emelie Wacker aus der 6d gewinnt den Schulentscheid

Die beste Vorleserin an unserer Schule steht fest. Beim diesjährigen Schulentscheid setzte sich Emelie Wacker aus der 6d gegen ca. 120 Mitschüler*innen der Jahrgangsstufe 6 durch. Sie vertritt nun die Schule im Februar 2026 auf regionaler Ebene beim Stadtentscheid.

 Der Vorlesewettbewerb an unserer Schule hat erneut gezeigt, wie inspirierend Lesen sein kann. Mit Engagement und Lesefreude trugen am vergangenen Montag die acht Schüler*innen der Klassen 6a-d Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. Sowohl mit der selbst gewählten Textstelle aus dem eigenen Lieblingsbuch „Crazy Family“ von Markus Orths als auch mit der Textstelle aus dem Fremdtext „Wunder -Sieh mich nicht an” von R.J. Palacio konnte die Siegerin die fünfköpfige Jury überzeugen

Die Schulsiegerin (4. Schülerin von links) im Kreis der Klassensieger. 

 Alle klassen- und schulbesten Vorleser*innen wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhielten als Preis ein Buch. Die Schulsiegerin erhält beim Stadtentscheid zusätzlich ein besonderes Buchgeschenk als Preis. 
Aktuelle Lesetipps und Bücherlisten zu verschiedenen Themen stellt der Vorlesewettbewerb außerdem auf seiner Webseite vor.    

Bundesweit nehmen jährlich rund 600.000 Schüler*innen der 6. Klassenstufe am Vorlesewettbewerb teil. Er ist einer der größten und traditionsreichsten Schulwettbewerbe Deutschlands und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. 

Text und Bild: Axel Schickl

Jubiläumskonzert

Musikgymnasiale Schülerinnen und Schüler beim Jubiläumskonzert des Precollege der Musikhochschule Karlsruhe

Die Musikhochschule Karlsruhe feiert in diesem Semester ihr 20-jähriges Bestehen im Bereich der Hochbegabtenförderung durch das Precollege. Beim Jubiläumskonzert im Wolfgang Rihm-Forum am 10.12.2025 waren vier der sieben grandios aufspielenden Solisten Schülerinnen und Schüler aus dem musikgymnasialen Zug unserer Schule. Ida Wissmann, J1, spielte den ersten Satz eines Mozart’schen Klavierkonzertes, Anna-Mai Johannsen, J2 überzeugte bei einem barocken Oboenkonzert, Lara Eberitzsch, Klasse 9d, musizierte die ersten beiden Sätze des 2. Violinkonzertes von Wieniawski, Julius Dehnen, Klasse 10b, meisterte den ersten Satz des Klavierkonzertes von Edward Grieg. Technisch wie musikalisch durfte das Publikum herausragende Leistungen hören. Begleitet wurden alle Solisten bei diesem sehr bemerkenswerten Konzert von einem Sinfonieorchester unter der Leitung von Prof. Sedlmeier. 

Dr. Stephan Aufenanger
Leiter des musikgymnasialen Zuges

Kilian Gschwind

Mit Leidenschaft für Biologie ganz vorne dabei – bei der Internationalen Biologieolympiade

Kilian Gschwind K2 Biologie-Leistungskurs (Frau Dr. Wolff) hat sich in diesem Sommer intensiv auf die 1. Runde der Internationalen Biologieolympiade vorbereitet und dabei sowohl theoretische als auch praktische Aufgaben erfolgreich bearbeitet. Dazu gehörten anspruchsvolle Themen wie der Einfluss des Geruchssinns auf Emotionen und Verhalten, der Einsatz von Mikroorganismen im Kampf gegen multiresistente Bakterien sowie die Rolle der microRNA bei der Regulation der Genexpression.

Mit großem Engagement führte Kilian eigene Experimente durch, löste komplexe Aufgabenstellungen und zeigte dabei beeindruckendes biologisches Verständnis. Diese Leistungen machten seine erfolgreiche Platzierung in der 1. Runde möglich.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg! Wir drücken Kilian ganz fest die Daumen für die nächste Runde!

Text: Dr. Doris Wolff

Weihnachtskonzert

Alle Jahre wieder… und immer wieder mit Spannung erwartet.. und mit so vielen Besucherinnen und Besuchern… was für ein schönes Weihnachtskonzert.
Wir danken allen Musikerinnen und Musikern, der Musik-Fachschaft sowie der Technik-AG, die diesen Abend zu einem unvergesslichen Abend gemacht haben. Und hier nun ein paar Impressionen…

Brot für die Welt

Eine Delegation des Seminarkurses Nachhaltigkeit bei der bundesweiten Eröffnung der 67. Aktion «Brot für die Welt» 

Die mangelhafte Versorgung vieler Menschen weltweit mit sauberem Trinkwasser steht im Mittelpunkt der diesjährigen Spendensammlung von Brot für die Welt. Unter dem Motto «Kraft zum Leben schöpfen» geht es zudem um Ernährungssicherung und Klimagerechtigkeit. 

Eine kleine Delegation des Seminarkurses Nachhaltigkeit durfte gemeinsam mit Frau Rudolph und Frau Dr. Wolff die bundesweite Eröffnung der 67. Aktion hautnah miterleben. Im Badischen Staatstheater erhielten die Schülerinnen und Schüler im Theaterstück „Zukunft ja, Nein, Vielleicht, haha“ die Möglichkeit, mitzuentscheiden, in welcher Zukunft sie im Jahr 2070 leben wollen. Ausgangspunkt der Handlung war Karlsruhe im Jahr 2025. 

Im Anschluss an das Theaterstück fand eine Podiumsdiskussion statt, an der unter anderem Vani Catanasiga (Projektpartner aus Fidschi), Landesbischöfin Dr. Heike Springhart sowie Dr. Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, teilnahmen. Diskutiert wurde, wie wir alle zu mehr Klimagerechtigkeit beitragen können. Gerade Länder des Globalen Südens, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, sind von ihren Folgen am stärksten betroffen. Wasser wird dort zum Sinnbild für fehlende Gerechtigkeit. 

Text und Bilder: Dr. Doris Wolff

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