Biologie- und Chemie-Olympiade
Erfolg beim Landesseminar der Biologie- und Chemie-Olympiade: Zwei Helmholtz-Schüler unter den Besten
„Als ich erfahren habe, dass ich es unter die besten 20 in Baden-Württemberg geschafft habe, war ich erstmal ziemlich überrascht“, erzählt Kilian Gschwind (K2).
Auch Lukas Zhang (Klasse 8d) erinnert sich: „Für mich war das ein riesiger Moment, vor allem in Klasse 8 schon so weit zu kommen, in einem Chemie Wettbewerb der für Oberstufenschülerinnen und -schüler ausgelegt ist.“
Beide qualifizierten sich im Rahmen der Internationalen Biologie Olympiade (IBO) bzw. der Internationalen Chemie Olympiade (IChO) für das Landesseminar.
Vom 30. Januar bis 1. Februar 2026 ging es für insgesamt 40 ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg nach Heilbronn und für die Chemikerinnen und Chemiker anschließend noch nach Stuttgart.
„Man hat sofort gemerkt: Alle hier haben richtig Lust auf Naturwissenschaften“, beschreibt Lukas die Stimmung.
Der gemeinsame Auftakt des Seminars fand am Freitag im Kubus der Experimenta statt. Dort erhielten die Teilnehmenden einen spannenden Einblick in aktuelle Forschungsthemen rund um den diesjährigen Nobelpreis für Medizin. Im Mittelpunkt standen die sogenannten regulatorischen T-Zellen, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Immunsystems spielen.
Im Anschluss folgte eine Führung durch den Maker Space sowie das Jugendforschungszentrum. Der Rest des Abends diente dem Kennenlernen und Austausch. Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Heilbronn.
Der Samstag stand ganz im Zeichen praktischer Laborarbeit. Für Kilian, der das Biologie-Programm absolvierte, bedeutete das v.a. forschen am Nervensystem. Mithilfe eines Simulationsprogramms konnten Kilian elektrische Prozesse im Nervensystem untersuchen. Dazu führte er Messungen an verschiedenen Bereichen von Nervenzellen durch, etwa am Axon und am Soma, und analysierten erregende sowie inhibitorische postsynaptische Potenziale (EPSP/IPSP). Besonders anschaulich wurde die räumliche und zeitliche Summation von Signalen dargestellt. Zudem konnten er die Hebb’sche Lernregel nachvollziehen, die beschreibt, wie sich synaptische Verbindungen durch häufige Aktivierung verstärken.
Im praktischen Teil wurde ein Querschnitt eines Schweinerückenmarks untersucht. Kilian entnahmen Proben aus dem Bereich der grauen Substanz, bereiteten diese auf einem Objektträger auf und färbten sie mit Ethylenblau an. Anschließend wurden die Präparate unter dem Mikroskop analysiert. So erhielten die Teilnehmenden einen direkten Einblick in die Struktur und Organisation von Nervengewebe.
Parallel zu den biologischen Experimenten fand an der Experimenta ein abwechslungsreiches Chemie-Programm statt. In einem Chemie Laborkurs beschäftigten sich Lukas intensiv mit dem Thema Titration. Am Abend ging es für ihn weiter nach Stuttgart in die Jugendherberge, wo nach dem Abendessen eine Einführung in das Experiment des folgenden Tages stattfand.
Am Sonntag wurde dann eigenständig im Labor des Naturwissenschaftlichen Zentrums Azenberggearbeitet: Lukas synthetisierte Fluorescein und untersuchte dieses mithilfe eines UV-Vis-Spektrometers. Anschließend stellte er Fluoresceintetrabromid her und verglich die Stoffe photometrisch. Neben der praktischen Durchführung gehörte auch die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse zu den Aufgaben.
„Es war anstrengend, aber richtig cool“, fasst Lukas zusammen.
Kilian ergänzt: „Man lernt unglaublich viel. Vieles hatten wir schon im Bio LK, aber es ist nochmal ganz anders, wenn man selbst Versuche zu Nervenzellen durchführt.“
Das Landesseminar war für beide eine spannende Erfahrung.
Hier finden Sie mehr zu den Internationalen Chemie– und Biologie Olympiaden.


































































































